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Vorentscheidung für Windkraft ist gefallen

Geschrieben von Heiner Klostermann

Mit zwei Gegenstimmen haben die Ortsparlamente und der Stadtentwicklungsausschuss Dienstagabend den Weg für die Änderung des Flächennutzungsplans frei gemacht. Alfred Thiemann (BMA) musste sich mehrfach den Vorwurf anhören, in Vorhelm Populismus zu betreiben.

Deutlich weniger Zuhörer als bei der letzten gemeinsamen Sitzung der beteiligten Ausschüsse waren am Dienstagabend im Ratssaal. Foto: Ulrich GösmannLieber selbst planen, bevor es andere tun: In diese Richtung argumentierte die Mehrheit des Stadtplanungs- und Bauausschusses und der beiden Ortsparlamente aus Vorhelm und Dolberg am Dienstag. Sowohl aus dem Ortsausschuss Dolberg (von Harald Krämer, SPD) als auch aus dem Planungsausschuss (Martina Maury, BMA) gab es je nur eine Gegenstimme Also ist nach Lage der Dinge die Änderung des Flächennutzungsplans auch im Rat mehrheitsfähig. Und damit die bei vielen im Außenbereich lebenden Bürgern stark umstrittene Festlegung von Gebieten Ahlens, innerhalb derer neue Windenergieanlagen planungsrechtlich zulässig sind.

Das selbe Bild wie bei der letzten gemeinsamen Sitzung: Auf den Zuschauerrängen hatten sich viele Bürger eingefunden, um der Diskussion im Plenum zu folgen. Es waren allerdings deutlich mehr Sitze frei als bei der letzten gemeinsamen Sitzung der Gremien. Am Dienstagabend gab es von ihnen nur für einen Beifall. Alfred Thiemann (BMA). Der sachkundige Bürger der Bürgerlichen Mitte hatte den Einstieg in die Tagesordnung noch durch zwei Anträge zur Geschäftsordnung verzögert. Aber sowohl das Bestreben, die FNP-Änderung wegen mangelhafter Information über das komplexe Thema von der Tagesordnung nehmen zu lassen, als auch die nichtöffentliche Bekanntgabe der Grundstücksbesitzer eventuell entstehender Windanlagen scheiterten.


Was Sie hier erzählen, ist unter aller Ebene!

Karl-Heinz Meiwes (SPD) an die Adresse von Alfred Thiemann (BMA)


Im Lauf der Diskussion wurde es dann noch einmal lauter, nachdem Alfred Thiemann auf Populismus-Vorhaltungen von Hubertus Beier (CDU, Vorhelm) und Ralf Marciniak (CDU) mit der schnippischen Bemerkung reagierte, für die Vorhelmer sei er ja „einer mit Migrationshintergrund“. Als Thiemann dann behauptete, durch die Neufassung des Flächennutzungsplans werde Vorhelm „umzingelt“ von neuen Propellertürmen, riss Karl-Heinz Meiwes der Geduldsfaden. Er forderte Verwaltungs-Fachfrau Angelika Schöning, die nochmals in Kürze das Wesentliche zum Thema vorgetragen hatte, auf, die Zahl der in der Bauerschaft Schäringerfeld möglichen Anlagen zu beziffern. Schöning: „Maximal drei“. Meiwes redete sich dabei Richtung BMA-Bank derart in Stimmung, dass Vorsitzender Frank Viehfeger sein Mikrofon herunterregelte: „Was Sie hier erzählen, ist unter aller Ebene!“

Die Ausschüsse fällten um 18.10 Uhr die (Vor-)Entscheidung: Der Flächennutzungsplan wird geändert.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Jörg Pastoor

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