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Teil der Kosten wird übernommen

Geschrieben von Christian Wolff

Interview mit Open Grid Sprecher. Die Open Grid GmbH, Betreiber der Ferngasleitung unter dem Vorhelmer Schützenplatz, will sich am Teilrückbau der Festhalle beteiligen. Der geforderte Rückbau eines Teils der Schützenhalle auf dem Festplatz im Nachtkamp wird in Vorhelm heiß diskutiert.

Für die Vorhelmer Schützen ein schmerzlicher, aber wohl unvermeidlicher Schritt: Die Open Grid GmbH mit Sitz in Essen fordert den Rückbau einer im Jahr 1974 erstellten Erweiterung der Festhalle im Nachtkamp. Helmut Roloff, Sprecher des Gasversorgers, sichert jedoch eine finanzielle Unterstützung des Vereins zu, zumal sich dieser mit Eigenleistung einbringt. Foto: Christian Wolff Die Nachfolgerin der Ruhrgas AG, die Open Grid Europe GmbH mit Sitz in Essen, hatte dem Allgemeinen Schützenverein vor kurzem nach einem Ortstermin mitgeteilt, dass die Holzkonstruktion teilweise über einer um 1965 verlegten Ferngasleitung steht, die in etwa einem Meter Tiefe unterhalb des Platzes verläuft (Siehe Bericht hier). „AZ“-Redakteur Christian Wolff hat darüber mit Helmut Roloff, zuständig für Kommunikation und Pressearbeit bei Open Grid, gesprochen.

Wie kam es, dass es in den vergangenen vier Jahrzehnten nicht aufgefallen ist, dass ein Teil der Leitung unterhalb der Schützenhalle verläuft?

Roloff: Wir inspizieren unsere Leitungen regelmäßig, ermitteln aber nicht bei jeder dieser Inspektionen die Lage auf den Meter genau. Die Lage der Leitung wurde allerdings kürzlich bei einer Inspektion mit der Karte kontrolliert und dabei wurde festgestellt, dass die Festhalle mit einem Anbau auf dem Schutzstreifen steht, der nicht bebaut werden darf. Wenn Sie in der Nähe einer Ferngasleitung bauen möchten, ist immer der Leitungsnetzbetreiber nach der genauen Lage der Leitung zu befragen. Im Bedarfsfalle werden Leitungsverlauf und Schutzstreifen durch Pflöcke kenntlichgemacht.

Waren oder sind mögliche Gefahren mit der Lage der Leitung und der Nutzung des Geländes als Festplatz verbunden?

Roloff: Nein, es waren und sind keine Gefahren mit der Lage der Leitung verbunden. Wir kontrollieren unsere Leitungen regelmäßig, zum Beispiel durch Begehen, Befahren und Befliegen. Daneben prüfen wir die Integrität der Leitung ebenfalls durch sogenannte Molchungen, bei denen ein Inspektionsgerät mit dem Gasstrom durch die Leitung fährt und den Zustand aufnimmt. Des Weiteren geben wir einen Schwachstrom auf die Leitung, einen sogenannten kathodischen Korrosionsschutz, der uns schadhafte Stellen – wie Rost – signalisiert. All diese durchgeführten regelmäßigen Inspektionen haben keine Auffälligkeiten angezeigt.

Sind Ihnen vergleichbare Fälle aus der Vergangenheit bekannt?

Roloff: Nein, uns sind keine solchen Fälle bekannt. Illegale Bautätigkeiten im Schutzstreifen können wir im Rahmen unserer Befliegungen erkennen und sofort unterbinden.

Stimmt es, dass Ihr Unternehmen die Finanzierung des geplanten Teilrückbaus übernehmen würde?

Roloff: Ja, wir werden einen Kostenanteil übernehmen und ein weiterer Teil wird durch Eigenleistung des Vorhelmer Schützenvereins erbracht.

az logoAhlener Zeitung, das Interview führte Christian Wolff

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