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WM - Treckertour mit Begleitschutz

Geschrieben von Christian Wolff

Zufällig entdeckte ihn Horst Zimmerling am Wegesrand: Huberth Wirth. Der Mann, der mit seinem historischen Lanz-Bulldog zur WM nach Russland reiste, kam auf dem Heimweg durchs Wibbeltdorf.

 Die Reise ist fast ausschließlich über Landstraßen gegangen – von Deutschland über Tschechien nach Polen und Weißrussland bis nach Moskau. Mit nur etwa 20 Stundenkilometern hat der Oldtimerfreund rund 2400 Kilometer zurückgelegt. Knapp zwei Stunden vor dem ersten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko hatte Wirth sein Ziel erreicht. Direkt vor dem Luschniki-Stadion in Moskau sei er mit dem laut tuckernden Gefährt auf einen Parkplatz gefahren, berichtete der Reisende beim Zwischenstopp. Russland- und Deutschland-Fähnchen hatte er extra dafür an seinem Traktor befestigt. Und auf dem Anhänger, der zugleich als „Wohn- und Schlafzimmer für die Reise“ diente, stand der Schriftzug „Hallo Moskau“.  Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalelf machte sich Huberth Wirth auf den Weg in Richtung St. Petersburg, danach über Riga und von dort per Schiff über die Ostsee bis zum Fährhafen Travemünde. Zurück auf deutschem Gebiet ließ er es weiterhin gemächlich angehen. Eine besondere Aktion zur Völkerverständigung machte während der Fußball-Weltmeisterschaft Schlagzeilen: Der Pforzheimer Huberth Wirth war mit einem Lanz Bulldog, Typ 3506 aus dem Jahr 1936 zu einer 30-tägigen Reise nach Russland aufgebrochen. Während seiner Rückreise machte er jetzt Station in Vorhelm.

Bei seinem Zwischenstopp machte Wirth gleich Bekanntschaft mit einigen Vorhelmern. „Wir haben ihn an der Hofzufahrt bei Schulze Middig getroffen“, sagt Horst Zimmerling, der angesichts des Oldtimer-Treckers vor seinen Augen gleich aufmerksam wurde. Unter den schattigen Alleebäumen gönnte sich der Pforzheimer Treckerfahrer eine kleine Verschnaufpause. Zweieinhalb Jahre hatte der ehemalige Testfahrer bei Daimler-Benz an der Maschine gebastelt und sie aufwendig instand gesetzt. Zehn Minuten dauert es, bis der Globetrotter mit einer Glühlampe den Glühkopf angeheizt hat und bis er mit dem Lenkrad den Diesel-Zweitakt-Motor in Gang bringt.

Und wie es der Zufall will, war Zimmerling gerade mit seinem Unimog 401, Baujahr 1956, unterwegs. „Wir haben uns sofort in ein Fachgespräch vertieft“, sagt der Vorhelmer.

Wenig später stieß auch Zimmerlings Schwiegersohn Josef hinzu. Bei dem Treffen plauderte der 69-jährige Huberth Wirth aus dem Nähkästchen und berichtete über seine Erlebnisse in Russland.

Die Fahrt sei wunderschön gewesen, berichtete Wirth. „Für mich standen die Begegnungen mit den Mensc hen im Mittelpunkt.“ Daher habe es ihn auch sehr gestört, dass er auf Teilen seiner Fahrt von einer Art Begleitschutz verfolgt worden sei. „Das wäre nur zu meiner eigenen Sicherheit, hat man mir gesagt“, so der Pforzheimer. Der liebste Begleitschutz sei ihm da sein Hund Hexe gewesen, der ihm treu zur Seite stand.

Hallo Moskau: In diesem Anhänger schlief der Russland-Reisende. Foto: privatWirth sagte, er habe angesichts der angeblichen Sicherheitsleute das Gefühl gehabt, man habe ihm vom „wirklichen Russland“ fernhalten wollen. „Da war schon sehr viel Armut zu sehen. Vor allem, was die Kinder angeht“, sagte Wirth im Gespräch mit Horst Zimmerling. Und daraus sei eine Erkenntnis erwachsen: „Wenn ich gewusst hätte, wie viel Medienaufmerksamkeit ich mit meiner Tour erreichen würde, hätte ich von vornherein für die armen Kinder Geld gesammelt.“

Die Reise ist fast ausschließlich über Landstraßen gegangen – von Deutschland über Tschechien nach Polen und Weißrussland bis nach Moskau. Mit nur etwa 20 Stundenkilometern hat der Oldtimerfreund rund 2400 Kilometer zurückgelegt. Knapp zwei Stunden vor dem ersten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko hatte Wirth sein Ziel erreicht. Direkt vor dem Luschniki-Stadion in Moskau sei er mit dem laut tuckernden Gefährt auf einen Parkplatz gefahren, berichtete der Reisende beim Zwischenstopp. Russland- und Deutschland-Fähnchen hatte er extra dafür an seinem Traktor befestigt. Und auf dem Anhänger, der zugleich als „Wohn- und Schlafzimmer für die Reise“ diente, stand der Schriftzug „Hallo Moskau“.

Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalelf machte sich Huberth Wirth auf den Weg in Richtung St. Petersburg, danach über Riga und von dort per Schiff über die Ostsee bis zum Fährhafen Travemünde. Zurück auf deutschem Gebiet ließ er es weiterhin gemächlich angehen.

 

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

 
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