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Neue Allee an Haus Vorhelm

Geschrieben von Christian Wolff

Kulturlandschaft prägend: Wo einst 48 kranke Kastanien fallen mussten, wird jetzt wieder angepflanzt. Stieleichen nämlich.

48 von 96 neuen Stieleichen stehen: Philipp Graf von Schall-Riaucour, Heinz-Jürgen Müller, Andreas Eschweiler, Abdulaziz Suliman und Dr. Olaf Gericke (v.l.) griffen gemeinsam zum Spaten, um nach dem Abholzen der kranken Kastanien den Blick auf die Zukunft der landschaftsprägenden Allee zu richten. Foto: Christian WolffDenn die sind widerstandsfähiger.„In einem zweiten Abschnitt, der weitere 48 Bäume umfasst, wird die Allee in der nächsten Pflanzperiode 2018/19 fertiggestellt“, blickt Landrat Dr. Olaf Gericke voraus, der die gleichmäßigen Baumreihen als „prägenden Bestandteil der münsterländischen Kulturlandschaft“ bezeichnet. „Gerade diese Allee ist sehr beeindruckend und vielen Spaziergängern gut bekannt. Deswegen haben sich bei der Neuanlage neben dem Kreis auch das Land NRW beteiligt.“ Sein Fazit nach dem gemeinschaftlichen Griff zum Spaten: „Vorhelm wird noch schöner.“ Die Pflanzung übernimmt der Forstbetrieb von Haus Vorhelm. „Ihnen gilt unser besonderer Dank für ihr Engagement im Naturschutz“, sagt der Landrat.

Philipp Graf von Schall-Riaucour erklärt als Vertreter der Eigentümer, dass es auch ihm und seiner Familie nicht leichtgefallen sei, den Verlust der Kastanien hinzunehmen. Immerhin habe bereits sein Ururgroßvater um 1880 diese Anlage als optische Anbindung des Schlossplatzes zum Wald forciert. „Sie steht für ein wichtiges Raumordnungsprinzip.“ Daneben sei die Allee auch vom Vorhelmer Heimatdichter Augustin Wibbelt als „weiße, herrliche Wand“, die sie in der Blütezeit darstellte, lobend besungen worden. Als Naturdenkmal stand sie unter Schutz, wurde aber 1987 nach starken Schäden erstmals komplett ersetzt.


Äste brechen ab, an den Rissen bildet sich Schleim.
Förster Andreas Eschweiler über „Pseudomonas syringiae“

„Die Pflege einer guten Allee erstreckt sich über zwei Generationen“, weiß Schall-Riaucour – und hofft somit, dass die Neuanpflanzung unter dem Namen „Christa-Allee“ nun für weit mehr als drei Jahrzehnte wachsen und gedeihen kann.

az logoAhlener Zeitung, Bericht. Christian Wolff

 
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