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Umstrittenes Kalenderfoto nachgestellt

Geschrieben von DocChicago

Obwohl der Heimatverein Vorhelm derzeit mit einer Klage vor dem Landgericht zu kämpfen hat, lassen sich die Dorfbewohner ihren Humor nicht nehmen. Und so erstellten die einstigen Tanzmädchen das umstrittene Kalenderfoto kurzerhand neu – am originalen Schauplatz von 1977, der Dorfturnhalle an der Schulstraße.

Im Turndress nach originalem Vorbild haben die Vorhelmerinnen ein neues Kalenderfoto erstellt. Es soll zu Weiberfastnacht verkauft werden. Foto: BeckampDer Vorhelmer Kalenderstreit treibt närrische Blüten: Weil der Verkauf des historischen Bildrückblicks wegen des umstrittenen März-Fotos aus dem Jahr 1977 durch eine 49-jährige Ahlenerin unterbunden wurde, haben die verbliebenen Ex-„Mini-Nixen“ in diesen Tagen aus der Not eine Tugend gemacht: Kurzerhand erstellten sie eine neue Aufnahme – in passendem Turndress am originalen Schauplatz.

Sogar an Details wie Trikotfarben und Ringelsöckchen dachten sie und imitierten die Körperhaltung perfekt. „Das neue Bild kann prima in den bisherigen Kalender eingefügt werden, damit das böse Originalbild keinen Schaden mehr anrichten kann“, verrät eines der „Models“ mit Augenzwinkern.

Bei allem Verständnis für die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen äußern Bürgerinnen und Bürger sich nicht nur im Hellbachdorf kritisch, ob hier nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden soll. Inzwischen hat die Sache sogar überregionale "Berühmtheit" erlangt, selbst die BILD Zeitung berichtete in ihrer Online-Ausgabe. Sollte die Klägerin ihre Ansprüche vor Gericht durchsetzen, so die Befürchtung des  Vorhelmer Heimatvereins, könnte dies möglicherweise eine Signalwirkung auf viele Ehrenamtler im ganzen Land haben: Keine Festschrift, kein Kalender, keine Vereinszeitung - über die sich viele Vereine dringend benötigte Einnahmen verschaffen - könnte mehr gedruckt werden ohne das finanzielle Risiko einer Persönlichkeitsrechtsklage einzugehen.

Die verbliebenen "Kalender-Girls" haben jedenfalls Mitleid mit dem Vorhelmer Heimatverein, der bereits jetzt einen hohen finanziellen Verlust durch den Stopp des Kalenderverkaufs und den Rückruf der bisher verkauften Kalender zu verbuchen hat.

Das Originalfoto, das im Historischen Kalender des Heimatvereins erschien, entstand im Oktober 1977. Aus rechtlichen Gründen wurden die Gesichter unkenntlich gemacht. Foto: Theo KesebergOffizielle Präsentation

Die offizielle Präsentation erfolgt bei der Weiberfastnachtsfete der Katholischen Frauengemeinschaft ( kfd ) am Donnerstag, 23. Februar, im beheizten Festzelt am Gasthaus Pelmke (Beginn: 16 Uhr).

Gegen eine Spende ist das Tauschbild erhältlich, der Erlös kommt dem Heimatverein Vorhelm zugute, der am 16. März wegen des Kalenderstreits vors Landgericht zitiert wird. Eintrittskarten für die Weibersause gibt es derzeit noch im „Lädchen am Pilz“ an der Pankratiusstraße.

 

Ahlener Zeitung

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