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Hitziger Disput Thiemann / Richard

Geschrieben von DocChicago

"Sie plustern sich hier als Retter Vorhelms auf" - Einen hitzigen Schlagabtausch haben sich Alfred Thiemann (BMA) und Erhard Richard (CDU) am Montag bei der Sitzung des Ortsausschusses Vorhelm im Vereinsheim der Schießgruppe geliefert.

Alfred Thiemann (BMA)Thiemann, seit knapp einem Jahr für die BMA als sachkundiger Bürger im Gremium vertreten, wunderte sich, warum das Thema Windkraft trotz des Antrags seiner Fraktion nicht auf die Tagesordnung gekommen sei. „Es ist erforderlich, hier vor Ort gesondert über den Flächennutzungsplan zu beraten“, meinte er. In den gemeinsamen Sitzungen beider Ortsausschüsse mit dem Stadtplanungs- und Bauausschuss könnten die Vorhelmer Belange nicht verdichtet werden. „Das Thema Windkraft ist in Vorhelm noch nicht präsent“, fand Thiemann und beantragte, die Tagesordnung zu ergänzen.

Ortsausschussvorsitzender Hubertus Beier (CDU) verwies auf den nicht fristgerechten Eingang des BMA-Antrags. Fachkundige Informationen gebe es in der Sitzung der drei Ausschüsse am Dienstag, 6. Dezember. „Da können wir die Diskussion auf eine breite Basis stellen“, sagte er.

Mit einem Seitenhieb in Richtung des Ahleners Thiemann meldete sich Erhard Richard zu Wort: Er bedauerte, dass es die BMA nicht schaffe, einen Vorhelmer in den Ortsausschuss zu entsenden. Und weiter: „Über das Thema Windkraft wird ausgiebig diskutiert, etwa bei einer Bürgerversammlung im Mai 2015, an der Bürger der Stadt und beider Ortsteile teilgenommen haben.“ Er selbst habe die Verwaltung um klare Informationen gebeten, wie die Windkraft das Hellbachdorf betreffe. „Und nun kommen Sie und plustern sich als der Retter Vorhelms auf“, griff er Thiemann an. „Sie können nicht behaupten, von nichts zu wissen, wenn das Thema seit mehr als einem Jahr bekannt ist.“

Richard bescheinigte der BMA „einen deutlichen Nachholbedarf“. Gemeinsames Kämpfen in der Sache sei mit der CDU machbar, „aber Populismus bitte ohne uns“.

Thiemann verbat sich die „persönlichen Angriffe“; zudem verlangte er von der Verwaltung eine bessere Aufklärung zur Windkraft. „Wenn man die Unterlagen zum Flächennutzungsplan ernst nehmen will und 20 Seiten pro Tag schafft, ist man trotzdem sieben Monate damit beschäftigt.“ Richard bezeichnete daraufhin die Äußerungen des BMA-Mitglieds als „Beleidigung Ihrer eigenen Intelligenz“, bevor der Ortsausschuss den BMA-Anttrag geschlossen ablehnte.

az logo  Bericht aus den Tageszeitungen AZ und AT

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