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Vorhelms Altbürgermeister zu Gast beim Heimatverein

Geschrieben von Heiner Klostermann

Eine besondere Zeitzeugen-Runde läutet der Heimatverein am 16. Februar ein: Die beiden Altbürgermeister Johannes Truelsen (Vorhelm) und Herbert Faust (Ahlen) sowie die noch lebenden Ratsmitglieder des 1975 eingemeindeten Hellbachdorfes werden in öffentlicher Sitzung über ihre Erinnerungen sprechen. Werner Dammert hält dazu einen Vortrag.

Kaum ein Vorhelmer würde sich heute noch an den ersten Spatenstich zum Bau der dorfeigenen Turnhalle erinnern, wenn dem damaligen Bürgermeister Johannes Truelsen dabei nicht ein Fauxpas passiert wäre, der für Erheiterung sorgte: Ihm brach der Stiel ab; ein neuer Spaten musste her. Per „Super-8“-Film wurde das Geschehen vor 45 Jahren sogar festgehalten.

Das frühere „Gemeindefilmteam“ Heinz Piecha und Günter Latzel wird das historische Filmdokument im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins am Dienstag, 16. Februar, im Hotel-Restaurant Witte vorführen. Das Besondere: Der damalige Protagonist Johannes Truelsen, der seit vielen Jahren nicht mehr in Vorhelm war, wird selbst anwesend sein und aus seinen Erinnerungen an die eigene Amtszeit berichten.

Der Altbürgermeister war maßgeblich an der Vorbereitung zur Kommunalen Neuordnung beteiligt, die Vorhelm zum 1. Januar 1975 zu einem Teil der Stadt Ahlen machte. Als weiteren Zeitzeugen haben die Heimatfreunde Herbert Faust eingeladen, der zum Zeitpunkt der Eingemeindung in Ahlen Bürgermeister war. Auch er hält so manche Anekdote an diese Zeiten des Umbruchs parat.

Johannes Truelsen wurde im Jahr 1969 mit dem Wahlsieg der Unabhängigen Wählergemeinschaft Vorhelm (UWV) zum Bürgermeister Vorhelms. In seiner Ägide entstanden zahlreiche Gebäude und Plätze, die Vorhelms Infrastruktur nachhaltig prägten. Im Jahr 1972 verabschiedete er sich und übergab das „Zepter“ an den kürzlich verstorbenen Heiner Brinkpeter, der bis Ende 1974 an der Spitze der Gemeinde stand. „Inzwischen lebt Truelsen im hohen Norden, in Schleswig-Holstein“, sagt Heimatvereins-Vorsitzender Willi Wienker. Dort habe er ihn vor wenigen Tagen telefonisch erreicht. „Dass er nun die mehr als 400 Kilometer lange Strecke bis zu seiner früheren Wirkungsstätte auf sich nimmt, hat uns überrascht, aber auch sehr gefreut.“ Aus diesem Grund werde die Versammlung, die um 20 Uhr beginnt und neben den Zeitzeugenberichten auch Vorstandswahlen sowie eine Terminvorschau beinhaltet, für interessierte Nicht-Mitglieder offenstehen. „Wir sind uns sicher, dass viele ältere Vorhelmer ihren früheren Bürgermeister gerne wiedersehen möchten“, so Wienker. „Wer weiß, wann wir eine solche Runde noch einmal zusammenbekommen.“

Der Bau einer Turnhalle im Jahr 1971 war eine von mehreren Investitionen in die Vorhelmer Infrastruktur, die der Kommunalen Neuordnung vorausgingen. An die Ereignisse von damals erinnern sich am 16. Februar die Zeitzeugen Werner Dammert, Herbert Faust und Josef Remmert (kl. Fotos, v.l.). Foto: Archiv

Ebenfalls zugesagt hat Josef Remmert, der einstige Vorhelmer Vize-Bürgermeister und heutige Vorsitzende der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV), der auch die noch lebenden Vorhelmer Ratsmitglieder eingeladen hat: Günter Hein und Hugo Angsmann (SPD) sowie Werner Bertram, Heinz Wiechens, Alois Hoppe und Erich Dreger (UWV). Werner Dammert, ehemaliger Verwaltungsmitarbeiter und heute in Werl wohnhaft, wird das Wiedersehen mit einem Vortrag einläuten, in dem er die politischen Umstände skizziert, die zur Eingemeindung führten. Die Überschrift lautet: „Ahlen statt Sendenhorst – das geringere Übel“. Im Anschluss stehen die Beteiligten für Fragen zur Verfügung.

Ahlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

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