Ahlen-Vorhelm Web Portal

Ahlen-Vorhelm

Alte Ladestr.26 ,
59227 Ahlen-Vorhelm

Stadt Ahlen 02382-590
info@ahlen-vorhelm.de

Zu wenig Wanderwege am Bahnhof

Geschrieben von Heiner Klostermann

Es gibt viele Wege in und um Vorhelm-Bahnhof. Aber echte Rundwanderwege, wie sie früher über Bosenberg-Brücke oder über den Vinckewald möglich waren, fehlen. „Die Wege enden im Nichts“, heißt es in einer kritischen Anfrage bei den Vorhelmer Vereinen und Verbänden.

 

Der Rad- und Wanderweg zwischen dem Bosenberg und dem Olfetal befindet sich in Privatbesitz und ist seit dem Verkauf des Hofes Große Kleimann abgebunden. Schilder weisen bereits seit längerer Zeit auf die „Umleitung“ der Radrouten hin. Foto: Christian WolffBald ist es 17 Jahre her, dass die Bosenberg-Bahnbrücke abgerissen wurde, die einst die Bauerschaften Vinckewald und Bergeickel miteinander verband. Die damals von Stadtverwaltung und Deutscher Bahn als Alternative vorgeschlagene Fußgänger- und Radfahrerbrücke ist angesichts knapper Kassen in weite Ferne gerückt.

Und auch sonst ist es mit den einstigen Rundwanderwegen im Ortsteil Bahnhof schlecht bestellt, wie jetzt bei der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) beklagt wurde. „Man kann nirgendwo mehr herumspazieren. Alle Wege enden im Nichts“, versinnbildlichte Ralf Vatterodt die unbefriedigende Situation für die Bewohner des Ortsteils.

Seit der ehemalige Hof Große Kleimann an die Firma Winkelmann verkauft wurde und als Schulungszentrum genutzt wird, ist auch die frühere Wegverbindung zwischen Vorhelm und dem Olfetal nicht mehr öffentlich passierbar. „Da wurden die Radweg-Schilder einfach umgedreht“, so Vatterodt. „Umleitung alle Radrouten“ ist dort seit längerer Zeit zu lesen.

Die Vereinsspitzen sehen jedoch wenig Spielraum, an dieser Situation etwas zu ändern. „Das ist Privatbesitz, also haben wir da keinen Anspruch drauf“, hielt der Ortsausschuss-Vorsitzende Hubertus Beier fest. Man könne in allen Fällen höchstens freundlich bei den Eigentümern fragen, ob ein Wiederherstellen des Weges möglich sei. Zum Beispiel im Fall der Trasse hinter dem ehemaligen Asylbewerberheim, die augenscheinlich aufgegeben wurde. Wie Beier anführte, sei auch der Wegetorso in Richtung Bosenberg-Brücke bald Geschichte. „Hier ist die Stadt verpflichtet, die Sicherheit zu gewährleisten“, sagte er. Da die Verbindung seit dem Abriss der Brücke ihre Bedeutung verloren hat, würde die Stadt auch kein Geld mehr für eine Instandsetzung ausgeben.

Ahlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

Kategorie: