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Eine Milchbar im Dorf - das wär' schon was!

Geschrieben von Heiner Klostermann
Wie sieht das Freizeitangebot in Vorhelm aus? Und was könnte besser sein? Damit beschäftigten sich Vorhelmer Jugendliche im Rahmen eines Workshops.

Bei der Ideenwerkstatt im Pfarrheim brachten die Jugendlichen schon viele Vorschläge zusammen. Sie wollen mitreden, wenn es um Freizeitangebote geht. Foto: Reinhard BaldaufDas Leben auf dem Dorf ist für Jugendliche nicht immer einfach und die zuständige Abteilung im Rathaus – das Jugendamt – nimmt das ernst. Die Jungen und Mädchen sollen mitreden, wenn es um die Gestaltung von Freizeitangeboten geht.

So fand bereits eine Befragung von Vorhelmer Jugendlichen statt. Die 13- bis 17-Jährigen wurden befragt, wie viel Zeit für ihre Freizeit zur Verfügung steht und was sie in dieser Zeit tun. Ganz wichtig war dabei die Frage nach offenen Wünschen. Das Jugendamt hat die Antworten ausgewertet und nun gab es dazu im Pfarrheim eine Ideenwerkstatt mit den Jugendlichen.

Inzwischen war das Projekt auch Thema im Ortsausschuss Vorhelm. Hier waren die Ergebnisse der Befragung, an der 192 jungen Menschen teilgenommen hatten, zur Sprache gekommen.

Konkret werden sollte es dann am Samstag. Morgens stand zunächst eine Ideensammlung auf der Tagesordnung und am Nachmittag wurde mit Vorhelmer Entscheidungsträgern aus Politik und Vereinen diskutiert. Daran nahmen der Ortsausschussvorsitzende Hubertus Beyer (CDU), Ulrich Westhues (SPD) und Josef Remmert (Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände-IGVVV sowie Erwachsenenvertreter der Messdiener) teil.

Zunächst sammelten die neun anwesenden Jugendlichen mit den Vertretern des Jugendamts, Markus Beckmann, Marcel Jakob und Jens Sobottka, ihre Vorstellungen. „Was sind Veranstaltungen, die sich Jugendliche wünschen?“, war eine Frage. Und es ging um die vorhandenen Freizeitstätten, um Informationen über bereits vorhandene Angebote und ob diese die Jugendlichen überhaupt erreichen. Ganz oben auf der Liste der Jungen und Mädchen stand eine Milchbar als selbstverwalteter Treffpunkt. Die Unterstützung durch Erwachsene wurde auch angesprochen.

Ein gemeinsames Fest aller Jugendabteilungen der Vorhelmer Vereine sprach die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls an. Im Übrigen sind rund 75 Prozent der Befragten in Vereinen organisiert.

Die Jugendlichen möchten zudem ihre Anliegen auch mal mit Erwachsenen besprechen. Dazu schwebt ihnen ein Komitee als Interessenvertretung vor.

„Die Verwaltung arbeitet diese Vorschläge alle auf“, so Jugendplaner Markus Beckmann. Es gehe darum, wie zeitnah diese umzusetzen seien. Mit den Vertretern aus Politik und Vereinen sei man sich einig: „Wir müssen nicht über, sondern mit den Jugendlichen reden.“ Dabei stellte Beckmann fest: „Jugend ist ein höchst dynamischer Prozess.“ Deshalb müsse die Jugend mit ins Boot geholt werden.

geschrieben von: Reinhard Baldauf, Ahlener Zeitung

 

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