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Auch Männer sind Menschen

Geschrieben von Heiner Klostermann

Kirchlicher Segen in durchaus heiklen Fragen: Die Pfarrer Ludger Schlotmann (l.) und Hermann Honermann (r.) machten bei den „Bischöfinnen“ Monika Mittmann, Dagmar Trispel, Elisabeth Woestmann, Jutta Dahmen und Maria Vatterodt (v. l.) gute Miene zum weibischen Spiel. Foto: Ralf SteinhorstAuch im Hellbachdorf haben am Donnerstag die närrischen Weiber das Regiment übernommen. Aber nicht nur das: Auch die „Bischöfinnenkonferenz“ mischte kräftig mit – und zog sogar die Pfarrer Ludger Schlotmann und Hermann Honermann in ihren humorvollen Bann.

 

Auch in Vorhelm waren die Weiber los! Sie trafen sich am Donnerstagnachmittag zu Hunderten im Festzelt am Haus Pelmke, wo der traditionelle Karneval der Frauengemeinschaft St. Pankratius (kfd) lockte. Bianca Demski, Anke Schwarte und Ulrike Höckelmann führten als Zenzies mit viel Humor durch das Programm, schließlich hieß das Motto in diesem Jahr „Feiern wie in Bayern“.

Und so hatten die närrischen kfd-Frauen wieder viele eigene Programmpunkte auf die Bühne gebracht, die beim weiblichen Publikum für Hochstimmung sorgten. Nicht nur das Vorhelmer Prinzenpaar und die Kinderregenten waren als Ehrengäste zu Besuch, auch wenige Herren hatten sich unter das Närrinnenvolk getraut. Gerade diese „Exoten“ wurden aber besonders liebevoll geduldet.

Das wäre anders gewesen, ginge es nach den Bischöfinnen in der Bischöfinnenkonferenz. Die drehten nämlich den Spieß um und machten aus dem Klerus eine Frauengesellschaft, die beschloss, dass mit Männern in Priesterämtern der katholischen Kirche gar nichts anzufangen sei. Lediglich eine Bischöfin widersprach: „Auch Männer sind Menschen!“, bekam mit dem Kommentar „Es entspricht aber nicht der Tradition“ von einer Kollegin gleich Gegenwind. Die Pfarrer Ludger Schlotmann und Hermann Honermann sahen es gelassen und applaudierten mit.

Das „Menschliche Orchester“ zeigte, mit welch körperlicher Biegsamkeit sich Instrumente wie Gitarre, Akkordeon oder ein Klavier nachstellen lassen.

In der „Wibbelt-Apotheke“ geriet Apothekerin Petra Berkemeier dann in kuriose Alltagssituationen. So hielt ihr Kundin Martina Schlautmann eine Flasche mit gelber Flüssigkeit zum Probieren hin. Die Apothekerin wunderte sich, bekam aber gleich die Kundenantwort: „Überprüfen sie den Urin doch bitte mal auf Zucker.“

Das die Zenzis auch Sketch können zeigten sie am Küchentisch, wo Vater, Mutter und Tochter krampfhaft an Beispielen versuchen, die Rechenaufgabe 28 durch sieben zu lösen. Hausfrau Susanne Wiethaup versuchte in ihrer Büttenrede eine Wallfahrt nach Kevelar zu unternehmen, was völlig misslang: „Von Kevelaer hab ich genug, ich steig ja immer in den falschen Zug!“.

Neben den vielen Tanzgruppen der KG „Klein-Köln“ brachten Judith Wieler und Jana Franzgrote-Gieske als „Oma und Opa in der Disco“ als Schlusspunkt mit ihrer Tanzeinlage den Saal letztes Mal zum Kochen.

az logoGeschrieben von Ralf Steinhorst, Ahlener Zeitung

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