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Mehrheit stimmt für höheren Beitrag

Geschrieben von Christian Wolff

Kostendruck: Lange Diskussion beim Vorhelmer Schützenverein / Neuer Festwirt ab 2012 / Wahlen

Das Wort „Beitragserhöhung“ mochte Ralf Kiowsky von alleine nicht in den Mund nehmen. Doch als am Freitagabend sogar aus den Reihen der Mitglieder dieser Vorschlag kam, war auch für den Vorsitzenden eine Diskussion entfacht, die zu Ende geführt werden musste.

Der Vorstand des Schützenvereins um den Vorsitzenden Ralf Kiowsky (2.v.r.)Nach gut eineinhalb Stunden stand fest: Der Allgemeine Schützenverein Vorhelm zieht von seinen Mitgliedern künftig 30 statt 23 Euro pro Jahr ein. „Wir liegen damit immer noch an der unteren Grenze aller Ahlener Schützenvereine“, unterstrich Kiowsky.

Schon der Kassenbericht, den Heike Uthmann verlas, machte Verluste öffentlich, die Handlungsbedarf erfordern. Mit den Mitgliedsbeiträgen konnte bis dato gerade mal das Hauptfest gedeckt werden. Zusätzliche Investitionen oder Kosten für die nötige Abnahme der Schießstände, auf die Holger Hasselmann verwies, würden ein noch tieferes Loch in die Kasse des Vereins reißen, hieß es von Seiten des Vorstands.

Und noch eine Überraschung vermeldete die Vereinsspitze: „Wir werden das Fest im nächsten Jahr nicht mehr mit Klaus Pelmke ausrichten“, so Kiowsky. Hauptgrund: Die Vertragsbedingungen ließen den Schützen zu wenig Gewinn, im Gegenteil: „Wir schießen noch Geld zu.“ Leider, so der Schützen-Chef, gestaltete sich die Alternativen-Suche schwierig. „Die wenigen Wirte, die sich noch ein Schützenfest antun, diktieren die Preise.“

Der Vorstand habe inzwischen die Angebote dreier Festwirte verglichen und sich für Armin Rose ausgesprochen. „Der Vertrag steht kurz vor der Unterzeichnung.“ Mit ihm müsste der Verein am wenigsten Geld „zuschießen“. Außerdem sei man in der „komfortablen Lage“, bei Bedarf an weiteren Stellen sparen zu können. Der Vorsitzende nannte als Beispiele die Suppe, die Christi Himmelfahrt für Mitglieder ausgeschenkt wird (Kosten: 800 Euro), und die Abgabe von Freimarken (Gesamtwert von 1260 Euro).

Ein erster Vorschlag aus der Versammlung, zunächst nur auf Suppe und Marken zu verzichten, dafür aber den 23-Euro-Jahresbeitrag beizubehalten, wurde verworfen. „Wir gönnen uns den Luxus, unseren Mitgliedern etwas kostenlos zu servieren. Aber wenn wir das Geld nicht haben, sitzt es eben nicht drin“, meinte Christoph Kaldewei – und erntete Kopfnicken. Die Markenausgabe soll dennoch beibehalten werden.

Neben allem Kostendruck gab es auch Erfreuliches zu berichten: 25 Neumitglieder nahmen die Schützen in ihren Reihen auf. „Damit haben wir trotz zehn Austritten und neun Todesfällen wieder die 500er-Marke geknackt“, freute sich Heike Uthmann.
Bei den Wahlen wurden Uthmann als Kassiererin, Andreas Niermann als Schriftführer und Stefan Schlautmann als Vize-Kassierer in den Ämtern bestätigt.

Terminkollision: Kritik an IG VVV

Schützenverein Vorhelm thematisiert Planungen / Parallelveranstaltungen kosteten Besucher

Die Versammlung des Schützenvereins war gut besuchtMit der Prämisse, die Kommunikation zu verbessern und Termine zu koordinieren, ist die Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine (IG VVV) vor 13 Jahren angetreten. Doch offenbar lässt sich dennoch nicht vermeiden, dass örtliche Organisationen in Terminkonflikte geraten. Im Laufe der Versammlung des Allgemeinen Schützenvereins wurde auch Kritik an der IG VVV laut.

Aufhänger war das „Bunte Treiben im Nachtkamp“, in dessen Rahmen der erste Vorhelmer Fünfkampf ausgerichtet wurde. „Das war eine super Veranstaltung“, lobte Ralf Lütke-Coßmann, um direkt nachzuschieben, dass der Besuch hätte besser sein können. „Wozu tagt die IG VVV, wenn am selben Tag gleich zwei Parallelveranstaltungen stattfinden? Wie kann das sein?“ Vor allem die zeitgleiche Ausrichtung der Sportwoche der TuS „Westfalia“ habe den Schützen „Fünfkampfteams und Besucher gekostet“. Als das „Bunte Treiben“ geplant wurde, so Lütke-Coßmann, sei von dem Termin der Sportler noch „überhaupt keine Rede gewesen“. Obendrein feierten auch noch die Jungschützen aus dem „Gemütlichen Westen“ an diesem Nachmittag ihr 20-jähriges Bestehen mit vielen Gastvereinen, was nach der missglückten Terminlegung zur Folge hatte, dass Vorhelm der einzige Schützenverein war, der in Ahlen mit keiner Abordnung vertreten war.

Schützen-Chef Ralf Kiowsky nannte letztlich Zahlen: „Wenn wir 30 Vereine direkt anschreiben und einladen, aber nur zwei davon erscheinen, dann stimmt irgendetwas nicht.“ Der Rücklauf aus den Vorhelmer Vereinen lasse – Terminkollisionen hin oder her – zu wünschen übrig. Dieses Thema, so der Tenor aus der Versammlung, gehöre bei der nächsten IG-Sitzung angesprochen.

Ungeachtet dessen wollen die „Grünröcke“ am „Bunten Treiben“ festhalten. Die Nachfolgeveranstaltung des früheren Winter- bzw. Herbstfests, soll auch im Jahr 2012 wieder stattfinden. Immerhin, ergänzte Kassiererin Heike Uthmann, habe sie dem Verein neben der Biennale sogar einige Neumitglieder beschert.

 

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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