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68 Kinder reisen munter durch die Zeit

Geschrieben von Christian Wolff

Ferienlager von St. Pankratius im Sauerland

In diesem Jahr ticken die Uhren im Sauerlandlager der Pfarrgemeinde St. Pankratius Vorhelm anders als sonst, denn dank der experimentellen Arbeit von 17 Zeitforschern (Gruppenleiter) können sich die Steppkes in verschiedene Epochen der Geschichte „beamen“. Die Forscher machten sich vergangenen Samstag mit 68 Kindern auf nach Langenholthausen in der Nähe des Sorpesees, um 14 Tage mit Hilfe einer selbst gebauten Zeitmaschine durch die Zeit zu reisen und jede Menge neuer Dinge zu entdecken.

„Die Kinder sind unsere erste Probandengruppe und haben somit die Möglichkeit, diese innovative Erfindung exklusiv zu testen“, sagt Betreuer Guido Keil. Bei der Ankunft in der Schützenhalle, die für die nächsten zwei Wochen gleichzeitig Expertenzentrale und Standort der Zeitmaschine  ist, mussten die 68 Probanden zunächst die Dekontaminierungskontrolle passieren, um größtmögliche Sicherheit auf der Reise im Raum-Zeit-Kontinuum zu gewährleisten.

Wie sieht nun ein normaler Tag im Ferienlager aus? Jeder Tag steht unter dem Thema einer neuen Epoche: So wird das Spiel „Schlag den Raab“ zu „Schlag den Pharao“ (Zeit der alten Ägypter) und eine einfache Party inmitten von Eiszapfen und Ski-Ausrüstung gefeiert (Eiszeit). Generell gibt es drei Programmpunkte pro Tag, die sowohl in der Schützenhalle als auch auf dem Gelände im Wald oder auf Feldern stattfinden. Daran nehmen die Probanden mit großer Begeisterung und meist ohne jegliche Zeichen von Müdigkeit teil – letzteres sehr zum Erstaunen der Forscher.

Keil: „Für die Versorgung im Raum-Zeit-Kontinuum haben wir speziell Köche aus dem Goldenen Zeitalter einbeamen lassen, die regelmäßig mit ihren Menüs für Begeisterung sorgen.“ Dieses eingespielte Team besteht neben Guido Keil aus Marion Starp und Johannes Schulze Everding. Sie arbeiten schon einige Jahre zusammen und haben somit das Ganze gut im Griff. „Den Tag lassen wir mit einer gemeinsamen Abendrunde ausklingen, bei der wir unsere Erlebnisse Revue passieren lassen oder einfach Geschichten lauschen.“

Geplant war eine chronologische Reise durch verschiedene Epochen, jedoch stellte sich bereits am zweiten Tag heraus, dass irgendetwas nicht stimmte: Statt bei den Römern landeten die Vorhelmer in den 70er Jahren, der Zeit der Hippies. Die Forscher diagnostizierten daraufhin einen gravierenden Fehler am Fluxkompensator, der zur Folge hat, dass die Zeitmaschine verrückt spielt und die jeweilige Ziel-Epoche nicht mehr bestimmt werden kann.
Aufgrund von Explosionsgefahr mussten die Probanden die Halle für eine Nacht verlassen und sich mit den Forschern eine neue Unterkunft suchen – wie diese aussah (Scheune, Pfarrheim oder einfaches Schleppdach) machte niemandem etwas aus, weil durch diesen Aktionstag, den „Robinson-Tag“, alle Gruppen näher zusammenwuchsen. Der Start ins Lager bot also schon einige spektakuläre Überraschungen.

Nach der Rückkehr am nächsten Tag war die Explosionsgefahr gebannt, der Fluxkompensator jedoch immer noch defekt. „Um sicherzustellen, dass wir am Ende des Lagers wieder in der Gegenwart landen und nicht in der Geschichte verloren gehen, haben die Kinder die Möglichkeit, verschiedene Bauteile des Fluxkompensators zu sammeln. Dies kann durch außerordentliche Gruppenleistungen und besonderes Engagement erreicht werden“, erklärt Guido Keil. „Gemeinsam versuchen wir so, die Zeitmaschine wieder zu reparieren.“

Die Reise durch die Zeit wird für die Eltern und alle Interessierten im Internet auf der Lager-Homepage von der Zeitschrift „Zeitfenster“ dokumentiert. Täglich gibt es einen ausführlichen Bericht über das Programm und andere Neuigkeiten. Außerdem können Eltern ihren Kindern über das Gästebuch einen kleinen Gruß zukommen lassen. Bis jetzt war das Lager ein voller Erfolg. Und in den nächsten Tagen werden sicher noch spannende Epochen angesteuert.

www.ferien-vorhelm.de

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung