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Vorhelm darf traditionellen Umzugsweg noch gehen

Geschrieben von Sebastian Schnurpfeil

Bernhard Beier klärte Schützen-AG über neue Bestimmungen auf

„Nie hat es Probleme gegeben. Und jetzt wird auf einmal so ein Zirkus gemacht?“ – Einige Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Ahlener Schützenvereine reagierten bei der Frühjahrsversammlung in Vorhelm zunächst mit Unverständnis auf das neue Genehmigungsverfahren für Schützenumzüge. Schützenumzüge müssen künftig besser gesichert werdenBernhard Beier vom Ordnungsamt der Stadt Ahlen glättete mit sachlichen Informationen die Wogen: „Es muss ja nicht immer erst etwas passieren, bis eingegriffen werden muss“, betonte er am Anfang seiner Ansprache und rief die Geschehnisse des Unglücksfalls in Menden in Erinnerung, bei dem es zwei Tote gab, nachdem ein älterer Mann mit seinem Pkw in einen Schützenumzug gerast war. Nein, so etwas solle in der Wersestadt und den umliegenden Dörfern nicht passieren, waren sich die anwesenden Schützenbrüder einig.

Bereits vor einigen Monaten hatte es im Rahmen der neuen Sicherheitsbestimmungen für Schützenumzüge ein Gespräch zwischen dem Ordnungsamt, Vertretern der AG sowie der Polizeibehörde gegeben. Da hatte die Polizei bereits deutlich gemacht, dass sie nichts versäumen und möglichst viele Sicherheitsvorkehrungen treffen wolle. Da der Polizei im Kreis aber zu wenig Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, können nicht alle Schützenvereine begleitet werden. Es gelten folgende Regeln: „Die Wege müssen bekanntgegeben werden. Vorne und hinten muss jeder Schützenumzug mit einem Wagen gesichert werden“, erklärte Beier und wies darauf hin, „dass es wohl am besten ist, wenn diese Wagen auch ein gelbes Rundumlicht installiert haben“. Andernfalls eigne sich auch die Warnblinkanlage der sichernden Wagen.

Zusätzlich müssen neuralgische Punkte auf der Strecke eines jeweiligen Schützenumzugs mit Sicherheitspersonal bestückt werden. Das Laufen entgegen der Einbahnstraßen ist ab sofort verboten. „Hauptstraßen sind zu meiden“, sagte Beier. Vorhelm bilde da noch eine Ausnahme. Der Allgemeine Schützenverein beispielsweise dürfe den traditionellen Weg noch gehen: Kein anderer Weg sei möglich, Polizei begleite den Zug.

Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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