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Verein will sich auflösen

Geschrieben von Christian Wolff

„Bürgerradweg Vorhelm“ lässt sich nicht umsetzen / Versammlung folgt

Auch der zweite Anlauf führt in die Sackgasse: Das Projekt „Bürgerradweg Vorhelm“ wird nicht weiterverfolgt. Zu diesem Schluss kommt der Vorstand des gleichnamigen Vereins nach einem weiteren Ortstermin, der am 22. Februar mit Vertretern der Stadt Ahlen und dem Landesbetrieb Straßen NRW stattfand.

Die Organisatoren des Bürgerradwegs sind enttäuschtIn Kürze soll eine Mitgliederversammlung erfolgen, bei der die endgültige Auflösung des Vereins auf der Tagesordnung steht.

 

„Wir haben wirklich alles versucht, aber das einzige, was wir umsetzen könnten, wäre ein Teilstück zwischen Dorf und Bahnhof“, sagt Vorsitzender Hubertus Beier auf Anfrage der „AZ“. Das sei nur Stückwerk – und eben nicht die Grundintention gewesen, die der Verein Bürgerradweg angestrebt habe. „Wir wollten eine Verbindung zwischen den drei Vorhelmer Ortsteilen Tönnishäuschen, Dorf und Bahnhof schaffen. Dieses Ziel können wir aufgrund verschiedener Hürden nicht erreichen. Und das ist wirklich schade.“

Bereits Ende vorigen Jahres habe sich abgezeichnet, dass es bei den Grundstücksverhandlungen zum ersten Bauabschnitt vom Kapellendorf bis zum Vorhelmer Ortskern kein Einvernehmen geben würde. Beier: „Zuschüsse vom Land gibt es nur, wenn die gesamte Trasse gekauft wird.“ Doch einige Eigentümer wollten lediglich verpachten, andere schienen laut Beier nicht so recht hinter dem Projekt zu stehen.

Allein für das zuletzt noch mögliche Teilstück zwischen Dornbreede und Ahlener Straße müsste zunächst ein Gutachten erstellt werden, das Kosten in erheblicher Größenordnung verursachen würde. „Das Geld, das Straßen NRW noch in Aussicht gestellt hätte, wäre durch das Gutachten aufgefressen worden“, erklärt Vize-Vorsitzender Manfred Weirowski. Hinzu wären eine Verrohrung und bauliche Maßnahmen an der Straße gekommen, um den Ablauf des Regenwassers zu gewährleisten. „Das alles wäre sehr aufwendig geworden“, sagt Manfred Weirowski. Kassierer Peter Lehmann hat angesichts der Stagnation bereits Ende 2009 seinen Ausstieg bekanntgegeben.

Die Idee von Vorstandsmitglied Guido Keil, andere fahrradfreundliche Projekte zu betreuen, sei zwar kurz diskutiert, aber dann verworfen worden, schiebt Beier nach und macht noch einmal seinen Frust deutlich: „Wir hatten sehr viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt . . .“


ZUM THEMA
Die Initiative „Bürgerradweg Vorhelm“

In gut zweieinhalbstündiger Sitzung brachten über 30 Interessierte am 9. Januar 2009 den Verein „Bürgerradweg Vorhelm“ auf den Weg. Im Landgasthof Tönnishäuschen gründete sich die Initiative, der sofort 24 Mitglieder beitraten. Zum Vorsitzenden wählten sie Hubertus Beier, zum Stellvertreter Manfred Weirowski. Vorgesehen waren zwei Bauabschnitte.

  Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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