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Anwohner legen eigenes Gestaltungskonzept vor

Geschrieben von Christian Wolff


Heimatverein diskutiert über Anlage am „Figurenbaum“

Der FigurenbrunnenEigentlich sollten am Montagabend nur Ideen gesammelt werden, wie die Umgestaltung der Grüninsel am „Wibbelt-Figurenbaum“ möglichst kostengünstig und pflegeleicht umgesetzt werden könnte. Doch die Anwohner der Augustin-Wibbelt-Straße legten bei der Diskussionsveranstaltung bereits ein fertiges Konzept vor – inklusive Bauskizze.

Der Heimatverein Vorhelm hatte Nachbarn der Grünanlage und weitere Interessierte in die Alte Mühle eingeladen, da bis zur Versammlung der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) am 25. März eine Marschroute festgelegt werden muss. In Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Ortsausschuss ist geplant, der 1975 eingeweihten „Insel“ bis Herbst ein neues Gesicht zu geben. Finanziert wird die Maßnahme – wie beim „Dorfpilz“ – zu 60 Prozent mit Mitteln aus dem Integrierten ländlichen Enwicklungskonzept (Ilek) der Bezirksregierung. Die Stadt Ahlen wäre mit 40 Prozent im Boot, will aber vornehmlich Material und „Manpower“ beisteuern, wie IG-VVV-Chef Josef Remmert nach einem Gespräch mit Bernd Döding und Jörg Pieconkowski von den Umweltbetrieben mitteilte. „Die Stadt ist sehr daran interessiert, dass eine breite Mehrheit da ist, die diese Umgestaltung mitträgt.“

Unmittelbar nach Erhalt der Einladung des Heimatvereins haben sich daher die Nachbarn des „Figurenbaums“ zusammengesetzt und ihre Vorstellungen ausgetauscht. Das Ergebnis – ein fertiges Konzept – wurde letztlich von der Familie Köllermann schriftlich fixiert. Heimatvereins-Vorsitzender Willi Wienker zeigte sich sichtlich erfreut über die Initiative: „Damit können wir arbeiten.“
Der wichtigste Inhalt des Konzepts: Der Charakter der Anlage soll bewahrt werden. Einmütig sind die Anwohner für den Erhalt der Natursteinmauer am Rande der Grüninsel. Auf den sieben Entwürfen, die im Jahr 2008 von der Stadt vorgelegt wurden, war in sechs Fällen der Abbruch vorgeschlagen worden, was den Anwohnern missfiel.

Verzichten können die Vorhelmer hingegen auf die ohnehin marode Pergola und den großzügigen Brunnen. Stattdessen wünschen sie sich ein pflegeleichtes Wasserspiel, zum Beispiel einen „Sprudelstein“. Da der „Figurenbaum“ ein unruhiges Erscheinungsbild hat, böten sich hierbei klare Formen an, zum Beispiel ein Kegel, ein Quadrat oder ein Rechteck. Das verrottete Pergolaholz sollte nach Mehrheitsmeinung durch Hartholz ersetzt werden, das nicht gestrichen werden muss und somit ebenso pflegeleicht ist. Die vorhandenen Waschbetonplatten sind brüchig. Auch sie könnten entfernt werden.

Eine Umsetzung des „Figurenbaumes“, eine Plastik des Sendenhorster Künstlers Bernhard Kleinhans, wird nicht gewünscht. Das würde unnötige Kosten verursachen. Vor der Abstimmung über den Entwurf bei der IG VVV soll es laut Auskunft von Willi Wienker noch einen Ortstermin geben.

 

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung