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Sektkorken knallen jetzt woanders

Geschrieben von Sebastian Schnurpfeil

Verein Bürgerradweg hat nur noch ein Fünkchen Hoffnung

„Von Bürgern, für Bürger“ – Ein Leitgedanke, der das Projekt des Vorhelmer Radwegebaus entlang der L 586 nach dessen Geburt gestützt hatte, bringt ihn nun zu Fall.

„Denn nur, wenn alle mitgezogen hätten, wäre der erste Bauabschnitt des innovativen Radwegs – gemeint ist die Trasse zwischen Tönnishäuschen und Vorhelm – verwirklicht worden“, betonte Hubertus Beier – und sprach dabei schon in der Vergangenheit, obwohl unter den Mitgliedern der Bürgerinitiative am Ende der Versammlung doch noch ein kleines Fünkchen Hoffnung herrschte. Mit allen Anwohnern wolle man sich nun an einen Tisch setzen und eventuell doch noch eine Einigung finden.

Dabei sollen die Befürworter die Gegner überzeugen, war sich die Versammlung einig. „Zwar hätten wir bis zum 31. Dezember Zeit, um den ersten Spatenstich zu tätigen und die Zuschüsse zu verwenden, der Vorstand ist aber übereingekommen, dass bis zum 31. Oktober eine endgültige Entscheidung her muss“, betonte Beier wehmütig. Über 82.000 Euro an bewilligten Zuschüssen seien es, die man dann zurückgebe, führte Beier aus und spann den Faden direkt weiter. „Da muss man sich nichts vormachen: Nach unserer Absage knallen woanders die Sektkorken!“ Entgegen dem fälschlichen Glauben vieler Bürger werden die Zuschüsse des Landesbetriebs NRW und des Kreises Warendorf nicht etwa für Hilfsbedürftige verwendet, sondern ebenso für einen „Innovativen Radwegebau“.

„Da gibt es eine Prioritätenliste, da rückt ganz einfach das nächste Projekt nach.“ So simpel die Erklärung, so ärgerlich die Erkenntnis über das voraussichtlich geplatzte Projekt. Der zweite Bauabschnitt von Vorhelm zum Ortsteil Bahnhof steht noch aus. Ein weiteres Projekt ist vom Verlobungsweg über das Schäringer Feld in Richtung Alte Ladestraße geplant. Hubertus Beier bedankte sich abschließend noch einmal für die geleistete Vorstandsarbeit sowie allen Unterstützern und hob ein letztes Mal hervor: „So oft wurde von ,eurem‘ Radweg gesprochen, eines möchte ich hier klarstellen: Das war und ist unser Radweg!“

Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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