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Taubenbestand wird kurz und gesund gehalten

Geschrieben von Israel Mossad
Kreisweiter Bejagungstag beim Hegering Sendenhorst-Enniger-Vorhelm / Streckelegen und Schüsseltreiben

„Derzeit sind es besonders Ringeltauben, die in Scharen auf gesäte Flächen und Felder einfallen und bei den heimischen Landwirten große wirtschaftliche Einbußen verursachen“, erklärte der Vorsitzende des Hegerings Sendenhorst-Enniger-Vorhelm, Dr. Robert Thiemann, am Samstag.

Foto: Christian Wolff
Mitglieder des Hegerings Sendenhorst-Enniger-Vorhelm
Eine Vielzahl an Jägern der Umgebung hatte sich auf der Hardt zum kreisweiten Tauben-Bejagungstag getroffen, um den Bestand an Tauben kurz, aber gesund zu halten. Die Zahl der Tauben habe sich in Deutschland von 1961 mit 200 000 Tauben bis heute vervielfacht, informierte der Hegeringsvorstand.

Sie sind nicht nur in der Feldflut, sondern auch allerorts in den Siedlungen der Städte und den umliegenden Gemeinden zu beobachten. Kommen Tauben in großer Zahl vor, richten sie meist erhebliche Wildschäden im Getreide- und Gemüsebau an. Ganz zu schweigen von Schäden durch ihren Kot an Gebäuden, die mitunter nur durch hohen Kostenaufwand beseitigt werden können.


Daher beteiligt sich auch der Hegering Sendenhorst-Enniger-Vorhelm an den ersten beiden Samstagen im Februar an der kreisweiten Taubenbejagung. Hierzu werden alle Jäger im Kreis Warendorf aufgefordert, verstärkt Tauben zu schießen. So traf man sich am Samstag zunächst am Hotel „Waldmutter“ zwischen Tönnishäuschen und Sendenhorst, um die Jagd offiziell anzublasen, sich zu besprechen und flächendeckend aufzuteilen. Viele Jäger waren bereits morgens in den Revieren unterwegs, als die Tauben von ihren Schlafplätzen zu ihren Futterplätzen flogen.

Bei Einbruch der Dunkelheit fand schließlich das gemeinsame Streckelegen und ein Schüsseltreiben statt, um in geselliger Runde den Jagdtag ausklingen zu lassen. Keine Frage: Am Abend lagen mehrere hundert Tauben auf der Strecke. Der allergrößte Teil der geschossenen Tauben sind erfahrungsgemäß Ringeltauben, stellte einer der Jäger fest.

Dass Tauben außerdem eine schmackhafte Mahlzeit abgeben, ist den Jägern natürlich bestens bekannt – und so waren alle gestreckten Tauben schnell entsprechend untergebracht.

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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