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Simplicissimus hatte Hürde zu erklimmen

Geschrieben von Christian Wolff
KG „Klein-Köln“ eröffnete am Dienstag die Session

Sie haben es nicht leicht, die Narren vom Hellbachstrand. „Zuerst nimmt man uns die Hellbachhalle, jetzt zäunt man uns auch noch den Hellbachteich ein“, klagte Christoph Kaldewei mit unüberhörbar ironischem Unterton.

Foto: Christian Wolff
Die Anwesenheit der Gardemädchen verlieh dem Narrenpatron Flügel
Der Präsident der Vorhelmer Karnevalsgesellschaft „Klein-Köln“ machte sich am Abend des Elften im Elften ernsthafte Sorgen, wie der Narrenpatron „Simplicissimus“ aus seinem Versteck  gelangen sollte, wenn solch ein hoher Schutzzaun – in Wahrheit eine Kindersicherung – das dichte Schilf umgibt.

Es müssen wohl die Beine der feschen Gardemädchen gewesen sein, die dem Boten des Frohsinns am Ende Flügel verliehen. Angesichts vereinter Narrenkräfte, „Helau“-Rufen und innigem Geschunkel schaffte es „Simplicissimus“ schließlich, in die Mitte der Gleichgesinnten zu gelangen. Zwar war er noch etwas glitschig auf der Haut, aber sein strahlendes Lächeln steckte alle an.

Christoph Kaldewei und sein Vize Martin Labus zeigten sich  erleichtert. Die Session war gerettet . . .
Und so zogen die Jecken gut gelaunt mit Pauken und Trompeten, unterstützt vom Blasorchester des Musikvereins unter der Leitung von Kapellmeister Bernd Jäger, in Richtung Gasthaus Pelmke. Im Festsaal erklang gleich mehrfach Vorhelms heimliche Nationalhymne   „Blasmusik erklingt“, die nahezu jeder Anwesende mehr oder minder laut mitschmetterte.


„Ich weiß gar nicht, wie Heike das jedes Jahr hinbekommt.“
Christoph Kaldewei

 


Foto: Christian Wolff
Der neue Sitzungspräsident: Detlef Kahl (M.)
Im Beisein des noch amtierenden Prinzenpaares Jupp II. (Papenkort) und Petra II. (Dylus) begrüßte der Präsident die einzelnen Gruppen – von den Hellbachfunken und Hellbachnixen über Gardisten bis hin zu Elferrat und Präsidentengarde waren sie alle vertreten.

Neues gibt es bei den Gardisten: Mit Tobias Vornholt  ist ein frohsinniger Neuzugang zu verzeichnen. Eine besondere Ehre wurde Hellbachhexe Heike Gebhardt zuteil, denn sie hat das Glück, ausgerechnet am 11. November Geburtstag zu feiern. „Ich weiß gar nicht, wie Heike das jedes Jahr hinbekommt“, schmunzelte Kaldewei, der – wie berichtet – nur noch kommissarischer Präsident ist und damit seinen Abschied von der „vordersten Front“ im Karneval langsam aber sicher vollzieht.


Als neuen Sitzungspräsidenten stellte Kaldewei nun offiziell Detlef Kahl vor, der  bereits Mitglied der Senatoren ist, jetzt  aber vom großzügigen Senatspräsidenten Günter Köhne „freigestellt“ wurde und damit ab sofort aktiv im Elferrat wirkt. Diese Konstellation ist ein Novum in der KG-Geschichte.
Der engste Kreis um Christoph Kaldewei zollte dem scheidenden Präsidenten viel Lob und Anerkennung für seine Leistungen über viele Jahre. Sie ließen es sich  nicht nehmen, ein handgemaltes Portrait eines Vorhelmer Künstlers an ihren „Chef“ zu überreichen. Rührende Momente unter den KG-Aktiven waren die Folge.

Aber den Abschiedstränen folgen in dieser Session sicher noch viele, viele Freudentränen. Detlef Kahl versprach jedenfalls ein „rundes Programm“ mit dem ersehnten Höhepunkt, der Gala-Prunksitzung am 14. Februar.

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung.

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