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Offen ist die Frage der Trassenführung

Geschrieben von Christian Wolff
Interesse an Vorhelmer Bürgerradweg

Das Interesse ist da. Doch bis die etwa 1700 Meter Bürgerradweg, die zwischen Tönnishäuschen und Vorhelm entstehen sollen, wirklich gebaut werden können, muss noch einiges geschehen.

Foto: Christian Wolff
Der Bürgerradweg stieß auf großes Interesse
Zum Beispiel die offizielle Gründung einer entsprechenden Bürgerinitiative. Die Veranstaltung am Freitagabend im Landgasthof, bei der sich Interessierte unverbindlich informieren konnten, war immerhin ein erster Schritt in diese Richtung. Rund 50 Bürger, davon die meisten aus Tönnishäuschen, folgten der Einladung.

Der Wunsch vieler junger Familien und Senioren, sicher entlang der Münsterstraße fahren zu können, ist   schon viele Jahre alt. Aber erst vor wenigen Wochen entstand die Idee zu diesem konkreten Projekt, weil es erstmals Aussichten auf eine Finanzierungsmöglichkeit gibt.

Über die Chancen und Möglichkeiten, zum Beispiel von Kreis- und Landesmitteln zu profitieren, referierte Hubertus Beier. Er war nicht in seiner Funktion als Ortsausschussvorsitzender  nach vorne getreten, sondern als Privatmann und Familienvater, wie er erneut betonte. „Ich kann das nicht alleine durchziehen. Aber ich möchte das Projekt ins Rollen bringen, bis sich ein Kreis gefunden hat, der die Fäden in die Hand nimmt“, sagte er.

Franz-Josef Kröger spann den Bogen noch weiter. Er meinte, die Pläne müssten sich nicht auf das Stück zwischen Kapellendorf und Vorhelm beschränken. „Fernziel muss sein, einen sicheren Radweg bis nach Vorhelm Bahnhof umzusetzen.“

Beier präsentierte unterdessen Beispiele aus umliegenden Gemeinden – getreu dem Motto: „Was die geschafft haben, schaffen wir auch“. Uneinigkeit bestand am Freitagabend jedoch in der Frage der Trassenführung. Während Beier die „schnurgerade Version“ entlang der Hauptstraße präferiert, die nach ersten Schätzungen 90 000 Euro Materialkosten verursachen würde, finden andere den „Schlenker“ über den bestehenden Weg entlang der Häuser Untiedt, Paschert und Prahl sehr reizvoll. „Dieser Weg ist doch schon da, man müsste ihn nur entsprechend ausbauen“, schlug Ralf Untiedt vor.

Doch um eine Entscheidung darüber, so Hubertus Beier, soll es erst gehen, wenn die Initiative ihre Arbeit aufnimmt. Dazu ging eine Liste herum, in der sich alle potenziellen Unterstützer eines Bürgerradwegs eintragen konnten. Fast drei Viertel der Anwesenden trug sich schon ein.

Nächster Termin in Sachen Bürgerradweg ist die Sitzung der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) im November. Hubertus Beier hofft, dass sich daraufhin auch von Vorhelmer Seite breite Unterstützung findet. „Wir können ja auf beiden Seiten anfangen und uns in der Mitte treffen“, flachste Henrich Berkhoff, der so motiviert war, dass er nach eigenem Bekunden „am liebsten schon mit Schaufel  und Arbeitsklamotten“ gekommen wäre. Ob und wann er diese Utensilien wirklich braucht, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen.

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung.