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Architektin wirbt für Vorzeigeprojekt

Geschrieben von Israel Mossad

Neues von der Biogasanlage am Bosenberg
Verwaltung und Bosenberg-Investoren haben anscheinend aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Diesen Eindruck vermittelte zumindest die Sitzung des Ortsausschusses Vorhelm am Donnerstagnachmittag, in der ein neuer Anlauf zur Errichtung einer Biogasanlage auf dem Gelände des ehemaligen Zementwerkes genommen wurde.

 

Foto: Maria Kessing
Agenes Weber referierte über Nutzungsmöglichkeiten
Schon bei der Wahl des Tagungsortes bewiesen die Veranstalter Weitsicht, denn das laut Hubertus Beier „brandheiße Thema“ lockte etliche Zuhörer in den Saal bei Pelmke. Gut vorbereitet auf die Sitzung hatte sich auch Architektin Agnes Weber, die inzwischen von den Investoren mit der Entwicklung des Geländes beauftragt worden ist.

 

Sie lieferte jede Menge Zahlen und Daten über die geplanten Nutzungen. Um größtmögliche Transparenz bemüht sich auch die Verwaltung. Alles, was auf dem Bosenberg in Zukunft geschieht, soll nicht an den Bürgern vorbei entschieden werden. Dazu sei eine umfangreiche Bürgerbeteiligung geplant, denn zurzeit steht man noch ganz am Anfang eines langwierigen Genehmigungsverfahrens. Mit diesem Hinweis wurde auch ein Antrag der SPD auf Sitzungsunterbrechnung am Donnerstag zwecks einer Bürgeranhörung abgelehnt.


Für die Biogasanlage, die Humusdüngerherstellung, den Getreide- und Futtermittelhandel wurden laut Umweltbericht insgesamt 150 000 Tonnen Anlieferung und Abtransport im Jahr ermittelt (8000 Lkw mit je 20 Tonnen). Die Grundbelastung durch beladene Fahrzeuge plus Leerfahrten werde 46 Fuhren am Tag (drei Fahrten/Stunde) betragen, rechnete Agnes Weber. In Erntetagen mit höherem Verkehrsaufkommen sei mit 116 Bewegungen (7,25 Fahrten/ Stunde) täglich zu rechnen. Sonntags, samstags nachmittags und nachts gebe es keine Anlieferung.

Freiwillig wollen sich die Betreiber auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge auf der Alten Ladestraße verpflichten. Auf Antrag der CDU im Ortsausschuss soll die Verwaltung eine generelle Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer prüfen.
Insgesamt werden laut Umweltbericht die baulichen Eingriffe in dem Plangebiet als vertretbar erachtet.

Das gilt auch für die Geruchsimmissionsprognose und das Schallgutachten. Durch den Betrieb der geplanten Anlagen würden keine unzulässigen Geruchsimmisionen verursacht. Die zugelassenen Grenzwerte beim Lärm für das geplante Mischgebiet würden deutlich unterschritten. Überschreitungen der Immisionsgrenzwerte beim Lärm gebe es nur während des Erntezeitraums, trotzdem sei die Anlage genehmigungsfähig.

Alles in allem, so meinte die Architektin, würden die gesetzlichen Vorgaben deutlich übererfüllt. Für Agnes Weber könnte das Vorhaben am Bosenberg zu einem Vorzeigeprojekt für die Energiestadt Ahlen werden. Als nächstes wird sich der Stadtentwicklungsauschuss am kommenden Montag mit den Plänen beschäftigen.

 Maria Kessing schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und das Ahlener Tageblatt.

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