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Laiendarsteller überzeugen durch ihre Natürlichkeit im Spiel

Geschrieben von Israel Mossad

Premiere des Lustspiels „Friggerie in’n Linnenkroog“

Über 200 Zuschauer bewunderten so manch schräge Figur. Eine Premiere mit viel Beifall der über 200 Besucher erlebte jetzt die Plattdeutsche Spielschar.

Foto: Christian Wolff
Hermann Woeste, Thomas Hermes-Huerkamp und Birgit Frerig-Liekhues (v.l.) begeistern das Publikum
In der zum Theatersaal umfunktionierten Turnhalle an der Marienstraße Enniger  präsentierte sie das Lustspiel „Friggerie in’n Linnenkroog“. Die Laiendarsteller schlüpften dabei in manch schräge Rolle.

Besonders in den Blick des Publikums wurden die hoffnungsvollen Nachwuchstalente genommen:  Nina Theeßen, Christoph Woeste und Tobias Enneking überzeugten in  der Mundart ihrer Groß- und Urgroßeltern.

Eine schräge Figur ist in diesem Stück der Schulmeister Martin Höge. Dem erfahrenen Mimen Heinz Berste scheint die Figur des ergrauten Lehrers und Heimatfreunds wie auf den Leib geschrieben, wobei seine Rolle als später Liebhaber einer jungen Frau  besonderen Anklang beim erwartungsfrohen Premierenpublikum fand. Als Buer und Wärt Biärnd Schulte bringt  Hermann Woeste mit auslandender Gestik und klarer An- und Aussage seine Erfahrungen als Laiendarsteller voll ein. Als Regisseur versteht er es, sich seiner Rolle entsprechend durchzusetzen.

Mit viel Anmut und Liebreiz, aber auch durchsetzungswillig, wenn es verlangt wird, interpretiert Nina Beermann nach ihrer Babypause im realen Leben ihre Rolle als Wirtstochter Dora. Mit Bravour bringt sie die „Friggerie“ als „Angebetete“ von jungen aber auch schon ergrauten  Liebhabern eindrucksvoll auf die Bühne. Einen „Allerweltskiärl“, der mit allen Wassern  gewaschen ist, bringt Thomas Hermes-Huerkamp mit in die Handlungen des Lustspiels.

Ob in Platt- oder Hochdeutsch: Thomas beherrscht alle Facetten verbaler Ausdruckskraft und stellt seine darstellerischen Fähigkeiten unter Beweis. Gleiches gilt für Ludger Demski. Der aktuelle Karnevalsprinz aus Enniger beweist Vielseitigkeit als Briefträger, „Barbutz“  und Musikant. Eindrucksvoll demonstriert er alle Charakterrollen in urwüchsiger Mimik und Gestik.

Immer mehr zum Darsteller der Spitzenklasse mausert sich Michael Becklas. Dabei gefällt seine Natürlichkeit im Spiel. Das kann auch über Gisela Bentrup als Magd Auguste Steenhoff berichtet werden, die sich in allen Lebenslagen resolut durchzusetzen weiß. Ebenso Birgit Frerig-Liekhues als erholungssuchende Privatsekretärin.
 
 

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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