Ahlen-Vorhelm Web Portal

Ahlen-Vorhelm

Alte Ladestr.26 ,
59227 Ahlen-Vorhelm

Stadt Ahlen 02382-590
info@ahlen-vorhelm.de

Wegweiser durch eine reizvolle Kulturlandschaft

Broschüre über den „Sundern“ zum Denkmaltag erschienen

Im Volksmund ist vom „Grafenwald“ die Rede, wenn das Gebiet „Im Sundern“ gemeint ist. Das über 200 Hektar große Feld- und Waldgebiet  liegt zwischen Vorhelm und Tönnishäuschen – und bettet das historische Haus Vorhelm reizvoll ein. Es ist aber auch mit idyllischen Wanderwegen durchzogen, die von zahlreichen jahrhundertealten Bildstöcken gesäumt sind.

Image
Die Broschüre weist durch idyllische Waldwege
Der Heimatverein Vorhelm hat soeben einen neuen Wegweiser herausgegeben, der die Besonderheiten des „Sundern“ beleuchtet.  

Am Sonntag, 9. September 2007, haben Interessierte die Möglichkeit, eine Führung durch das Gebiet mitzuerleben. Heimatfreundin Christa Paschert-Engelke stellt aus Anlass des „Tags des offenen Denkmals“ vor, was diese regionale Kulturlandschaft ausmacht. Los geht es um 14.30 Uhr an der St.-Pankratius-Kirche. Schlusspunkt der Wanderung ist gegen 16.30 Uhr die St.-Antonius-Kapelle in Tönnishäuschen (Rücktransport nach Vorhelm ist möglich). Die geführte Wanderung umfasst insgesamt zehn Stationen.  

Bereits im 14. Jahrhundert hatte die Familie Torck am Rande dieser Flur einen Herrensitz mit einer Gräftenanlage (künstliches Wassergrabensystem) errichtet. Im 18. Jahrhundert übernahm die Familie der Freiherren, später Grafen Droste zu Vischering, Haus Vorhelm und modernisierten das Herrenhaus im Geschmack der Zeit.

Image
Haus Vorhelm und seine Gräftenanlage stehen im Mittelpunkt der Sundern-Route
Der „Sundern“ war ursprünglich ein Buchenmischwald. Heute finden sich dort auch Nadelbäume. Nach Norden begrenzt der Hellbach das Waldgebiet. Sein Wasser wurde im „Sundern“ auf verschiedene Weise genutzt. An Haus Vorhelm wird er gestaut und speist die Gräftenanlage. Die vorgelagerten Mühlen wurden mittels eines Wasserrads angetrieben. Um 1900 wurde das Mahlwerk in der alten Mühle entfernt, um sie als Kesselhaus mit Lokomobile zu nutzen. So war man bei Niedrigwasser unabhängiger. Weiter unterhalb gab es einst auch eine Ölmühle. Von dieser ist allerdings nichts mehr zu sehen.

Die neue „Sundern“-Broschüre wurde ehrenamtlich erstellt. Die Grafik übernahm Annette Watermann-Krass. Das Heftchen ist am kommenden Samstag, 8. September, beim „Hofkultour“-Fest auf Hof Wienker in Tönnishäuschen sowie am Sonntag, 9. September, beim „Tag des offenen Denkmals“ in Vorhelm erhältlich.


 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

Kategorie: