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Pure Kultur ,,erfahren"

Wer an Bauernhöfe denkt, hat Vieh im Kopf. Und vielleicht sogar das alte Bild vom Misthaufen. Aber ganz bestimmt keine Kultur, denn die ist sonst eher in den „feineren“ Häusern in der Stadt angesiedelt. Oder?

In Tönnishäuschen ist mal wieder alles ganz anders. Dort wagt der Verein „Unser Dorf“ das bisher einmalige Experiment, Höfe und Kultur zu verknüpfen. Ergebnis ist das „Hofkultourfest“, mit dem am Samstag, 8. September, nicht nur Kultur- und Musikfreunde, sondern auch Fahrradtouristen und Neugierige angelockt werden sollen. Die „AZ“ stellt heute das Programm vor.

Grafik: Christian Wolff
Der "Tourplan" der Hofkultour
Auf fünf Bauernhöfen rund um die Kapellengemeinde treten Künstler aus der Region auf.  Startpunkt ist auf dem Fußballplatz des 1. FC Tönnishäuschen am Weg „Zur Angel“. Von dort aus geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu den einzelnen Höfen. Autofahren ist auf keinen Fall erwünscht, darauf legen die Organisatoren großen Wert.
Zu jeder vollen Stunde tritt je ein Künstler beziehungsweise eine Gruppe für rund 30 Minuten auf jedem der teilnehmenden Anwesen auf. Danach gibt es eine etwa 30-minütige Pause, in der die „Hofkultour“-Besucher zum nächsten Hof wandern. Dort startet schließlich zur nächsten vollen Stunde wieder das gleiche Programm auf dem Hof – so verpasst niemand etwas. Alle Besucher „erfahren“ also  im Laufe des Nachmittags pure Kultur. Übrigens ist für jeden Teilnehmer ein anderer Startpunkt möglich, denn die Route ist immer dieselbe.  

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl an allen Stationen bestens gesorgt. Für besonders Durstige wird an der Bushaltestelle neben der St.-Antonius-Kapelle eine „Kräftetankstelle“ eingerichtet. Gegen 20.30 Uhr startet eine Abschlussveranstaltung, ebenfalls auf dem Fußballplatz in Tönnishäuschen. Von den Organisatoren ist schon jetzt zu hören: „Das wird fulminant“. Die Ausgestaltung des Abends ist natürlich abhängig vom Wetter, das heißt: Bei schönem Wetter gibt es noch ein „Bonbon“. Nebenbei werden die umliegenden Wälder feierlich-bunt illuminiert und womöglich krönt sogar ein Höhenfeuerwerk die Großveranstaltung . . .

 

 

 

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Der Zauberer "Magic Bauz"
Hof Debbelt / Tripp: Hier tritt der Zauberer „Magic Bauz“ auf.  Zauberhafte Unterhaltung für Erwachsene und Kinder garantiert der sympathische Magier, heißt es in der Ankündigung. Eine mitreißende Schau mit erstklassiger Zauberkunst, rasentem Wortwitz und erfrischender Unterhaltung bringt „Bauz“ selbstverständlich mit – und  bringt zugleich jede Vernunft und Logik aus dem Gleichgewicht.

 

 

 

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Theatergruppe Sendenhorst
Hof Lüring: Die Theatergruppe aus dem benachbarten Sendenhorst schlagt am 8. September auf einer der ältesten Hofanlagen von Tönnishäuschen ihr Lager auf. „De plattdütschken Lü ut Sennhorst“ nennen sie sich. Zu recht, denn Plattdeutsches Theater wird in Sendenhorst schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts gespielt. Aufgrund eines immer größer werdenden Freizeitangebots kam es aber schließlich zum „mundartlichen Stillstand“. 1981 versprach sich dann die Landjugend von der Wiederbelebung ihrer Heimatbühne – neben Renommee und Einnahmen – viel Spaß. So kam es auch. Und jetzt spielt die bunt gemischte Gruppe am 8. September während der „Hofkultour“ in Tönnishäuschen.
 Hof Wienker: Keinen weiten Weg haben die Musiker des Blasorchesters Vorhelm. Viele Mitglieder wohnen ohnehin in Ahlens kleinstem Ortsteil. Interessante Potpourris, mitreißende Sounds – das Orchester kann auf ein breites Repertoire verweisen.  Vom Jazz über Rock und Pop bis hin zur Klassik.

 

 

 

 

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Die vierte Frau
Hof Große Frie: Hier gastiert eine Truppe unter dem Namen „Die vierte Frau“. Sie wurde Preisträger beim sogenannten „ACC-NRW-Contest“ dieses Jahres, dem landesweiten A-Cappella-Wettbewerb in Sendenhorst und hat sich damit für die Teilnahme am Bundeswettbewerb  qualifiziert.  Unterhaltsam wie aus einem Guss, mit einem ungemein „groovigen“ Gefühl, wandelt das Essener A-Cappella-Quartett „Die vierte Frau“ über das Festparkett und verzaubert  seine Zuhörer mit   frechen, spritzi  gen und abwechslungsreichen Arrangements. Drei weibliche und eine männliche Stimme interpretieren zeitlose Hits wie „Route 66“ oder „If You Leave Me Now“ auf ihre ganz individuelle Art und Weise. Die Besucher  erwartet  ein ungewöhnlicher Hörgenuss zwischen Swing, Jazz und Pop – und selbst für kleine Rap-Einlagen ist sich „Die vierte Frau“ nicht zu fein.  

 

 

 

Hof Rieping: Die „Anonymen Melancholiker“ sind die Köpfe des deutsch-niederländischen Bandprojekts „Jock Watson“. Aber auch in der schmalen Besetzung lautet das Motto der musikalischen Selbsthilfegruppe: „Hauptsache moll“. Ob eigene Stücke, oder auch aktuelle „Bravo“-Hits inkognito: Die Musikrichtung bewegt sich irgendwo zwischen Hardcore-Weltschmerz und Selbstironie-Pop. „Tja, det Leben is keen Ponyhof, wa“, sagen die Musiker selbst. Die Gitarre spielt   Christian Ronig aus Münster. Er ist auch für den Gesang mitverantwortlich. Am Cello steht Hendrik Tarvenkorn, ebenfalls aus Münster.

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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