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Pfarrkirche eine Stiftung von Kreuzrittern?

Pastor Honermann forscht in Archiven. Der Heilige Pankratius war offenbar so etwas wie der Lieblingspatron der alten Kreuzfahrer. Anders sei es nicht zu erklären, dass sich in der Zeit der Kreuzzüge etliche Gemeinden unter seinem Schutz etablierten, sagt Pastor Hermann Honermann und holt dabei einen Schnellhefter aus seinem Leinenbeutel.
ImageDer Geistliche der Hellbachgemeinde war in den vergangenen Monaten wieder in mehreren Archiven der Vorhelmer Geschichte auf der Spur.
 
In der Mappe hat Pastor Honermann seine jüngsten Erkenntnisse zusammengefasst, auf mehreren DIN A 4 Seiten. Nun stelle sich ihm die Frage, ob seine Dorfkirche womöglich eine Stiftung von Kreuzrittern war. "Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass die Kirche in Zusammenhang damit gegründet wurde", sagt er. "Die Leute hatten damals ganz viel Angst vor der Hölle. Sie mußten also Buße tun." Vielleicht kehrte einst ein tapferer Mann gesund zurück nach Vorhelm und hat aus Dankbarkeit die Kirche gestiftet. Oder umgekehrt: Die Menschen haben sie zuvor gestiftet, um dort für eine gesunde Heimkehr ihrer Mitbewohner beten zu können. Der Arbeitskreis Ortsgeschichte macht sich so seine Gedanken, während Honermann formuliert, was sicher ist: "Die St.Pankratius-Kirche wurde irgenndwann vor dem Jahr 1193 als Eigenkirche der Ritter zu Vorhelm errichtet.
 
1193 wurde sie schließlich zur Pfarrkirche erhoben, allerdings ohne damit den Status "Eigenkirche" zu verlieren. "So wurden die Geistlichen immer von Haus Vorhelm als Eigentümer eingesetzt". In engem Zusammenhang damit stteht ein Projekt des Pastors, das sich mit den Provisoren und Kirchenvorstehern des Kirchspiels Vorhelm beschäftigt. Auf über 40 Seiten ist die Geschichte der kirchlichen Vermögensverwaltung dokumentiert. Für ein möglichst umfassendes Bild zog Honermann das Archiv des Hauses Vorhelm, das Warendorfer Kreisarchiv, das Staatsarchiv Münster sowie das eigene Pfarrarchiv zu Rate.
 
Außerdem denkt der Heimatverein darüber nach, die bereits abgeschlossenen Ausarbeitungen des forschenden Pastors - er beschäftigte sich auch intensiv mit  Katasterkarten und Flurbezeichnungen - in Buchform zu veröffentlichen. "Als Heimatverein ist das unsere Pflicht" sagte Heimatvereins-Vorsitzender Willi Wienker dem Geistlichen seine Unterstützung zu. 
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