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Hunde brauchen Zeit

Geschrieben von Peter Schniederjürgen

Knuffige Welpen bekamen die Besucher beim Tag der offenen Tür zu sehen – und Informationen gab es auch noch.

Tierheimleiterin Christiane Schäfer begrüßt Hündin Katy. Die lebt ist jetzt bei Kai Hesse. Mit dabei sind Mario und Natalie Nobbe. Foto: Peter SchniederjürgenSie sind braun gesprenkelt, haben große Augen und scheinbar zu große Pfoten, die drei Staffordshire-Terrierwelpen, die im Mammut-Tierheim auf ein neues Zuhause warten. Vielleicht bringt ihnen das ja der Tag der offenen Tür in der Einrichtung in Tönnishäuschen. Am Sonntag kamen viele Tierfreunden aus Ahlen und der Region.

„Das wäre schon was. Die würden gut zu uns passen“, träumt Mike Barth aus Hoetmar von einem der Welpen. Er spielt mit den knuffige Vierbeinern durch den Maschendraht und freut sich an der Lebendigkeit der Tiere.

Leider fehlt ihm und der Familie die Zeit, um sich um solche Hunde zu kümmern. Denn das ist nicht einfach. „Es sind sogenannte Listenhunde“, sagt Tierheimleiterin Christine Schäfer. Von einem Sachkundenachweis bis zum Nachweis geeigneter Haltung und etlichem mehr ist hier ein dicker behördlicher Riegel vorgeschoben. Denn so niedlich die Hundeknirpse von Mai diesen Jahres auch aussehen, wenn sie ausgewachsen sind, gelten sie als gefährlich.

Das sieht die Tierheimchefin etwas differenzierter. „Gefährlich ist bei fast allen Hunden das obere Ende der Leine“, so Schäfer. Denn die Hunde seien lieb, treu, anhänglich und absolut familientauglich. „Wenn sie allerdings scharf gemacht werden, können sie unglaublich gefährlich werden“, warnt die Tierfreundin.

Mike Barth mag die Terrier, denn er will einen richtigen Hund. „Und dann ist so ein Kraftpaket schon das richtige, finde ich“, grämt sich der Hoetmarer über den Mangel an Zeit. Er weiß auch, dass die Haltung eines solchen „gefährlichen“ Hundes eben doch sehr zeitintensiv ist.

Natürlich gibt es auf dem Gelände des Tierheims auch noch mehr Wissenswertes. Brigitte Langenhorst informiert über artgerechte Tiernahrung. Sie betreibt eine Art „Bioland“ für Tiere. „Unser Bestreben ist die optimale Versorgung der Tiere“, zeigt die Fachfrau. Häufig sei in den industriell gefertigten Produkten nicht das, was die Vierbeiner – gerade die Raubtiere wie Hund und Katze – brauchen. „In unserem Futter sind viel Fleisch und Innereien. Die würden die Tiere bei ihrer Beute ja ebenfalls fressen“, führt Brigitte Langenhorst aus. „Es spricht aber nichts dagegen, wenn es mal was vom Tisch gibt – solange die Basisernährung stimmt“, erklärt sie. Bei den Fertigprodukten komme zu viel Salz und Zucker zum Einsatz – mit der Wirkung, die unter gleichen Umständen auch beim Menschen zu sehen ist: Übergewicht bis hin zu Diabetes.

Apropos Ernährung: Es gibt zum Tag der offenen Tür natürlich auch wieder ein reichhaltiges Kuchenbüfett. und einen Grillstand.

Um diese Aktion zu ermöglichen und das Tierheim zu unterstützen, hatte Dr. Michael Kluck, vom Warendorfer Rotary-Club nicht nur sein eigenes Bücherregal und den Speicher für einen kleinen Flohmarkt geplündert: „Wir haben auch wieder alle Bekannten um Spenden für zu Gunsten des Tierheims gebeten“, erklärt der Rotarier.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Peter Schniederjürgen