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Tödliche Kollision auf der Ahlener Straße

Geschrieben von Heiner Klostermann

Ein tragischer Verkehrsunfall auf der Ahlener Straße in Höhe der Bauerschaft Bergeickel hat am Sonntagmittag ein Todesopfer gefordert. Trotz des Einsatzes von zwei Ersthelfern und rund 30 Rettungskräften der Ahlener Feuerwehr kam für die Ennigerloherin jede Hilfe zu spät.

 

  Mit Schere und Spreizer hatten die Kräfte der Ahlener Feuerwehr das Unfallopfer aus dem Fahrzeugwrack befreit. Doch für die Frau aus Ennigerloh kam jede Hilfe zu spät. Foto: Christian WolffFür eine Frau aus Ennigerloh kam am Sonntagmittag jede Hilfe zu spät: Die Kollision ihres Pkw mit zwei Bäumen hat sie nicht überlebt, die Notärzte kämpften vergeblich um ihr Leben. Die Besatzung eines umgehend angeforderten Rettungshubschraubers musste unverrichteter Dinge wieder abfliegen. Insgesamt 30 Rettungskräfte waren auf der Ahlener Straße (Kreisstraße 42) im Einsatz.

Die Spurenlage am Unfallort ließ schnell darauf schließen, dass die Ennigerloherin mit ihrem Kombi, einem schwarzen „Volvo V 70“, aus Vorhelm kam und nach Ahlen in Richtung Stadtwald Langst unterwegs war. Sowohl überhöhte Geschwindigkeit als auch die tiefstehende Sonne scheinen eine Rolle gespielt zu haben, als die Frau die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Jedenfalls bemerkte sie eine leichte Rechtskurve zu spät und geriet zunächst auf die Gegenfahrbahn, dann gegen einen Straßenbaum.

Das Fahrzeug schleuderte um die eigene Achse. Dabei erfasste es einen weiteren Baum, der die Fahrerseite aufriss. Entgegen der Fahrtrichtung kam der „Volvo“ letztlich auf der Fahrbahn zum Stehen. Viele Trümmer verteilten sich in der Umgebung und zeugten von der großen Wucht des Aufpralls.

Trotz Großaufgebot an Rettungskräften kam für die Unfallfahrerin jede Hilfe zu spät. Foto: Christian WolffUm 12.17 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert. Vier Einsatzfahrzeuge der Löschzüge Hauptwache und Vorhelm setzten sich sofort in Bewegung. Unterdessen kümmerten sich zwei Ersthelfer um die Verunglückte, die im Fahrzeug eingeklemmt war. „Als wir eintrafen, war die Frau nicht bei Bewusstsein. Sie hatte keinen messbaren Puls mehr“, sagt Hauptbrandmeister Roland Tresp, der die Einsatzleitung übernommen hatte. „Wir haben eine sogenannte Crash-Rettung eingeleitet, um keine Zeit zu verlieren.“ Die Polizei sperrte indes die Ahlener Straße zwischen Langst und Bauerschaft Berg­eickel komplett ab.

Mit Schere und hydraulischem Spreizgerät befreiten die Wehrmänner das Unfallopfer und leiteten im bereitgestellten Rettungswagen eine Reanimierung ein, die jedoch erfolglos blieb. Große Betroffenheit machte sich an der Einsatzstelle breit. Zwischenzeitlich war auch Rettungshubschrauber „Christoph 8“ eingetroffen und auf einem angrenzenden Feld gelandet.

Roland Tresp lobte im Anschluss an den Einsatz das vorbildliche Handeln von zwei Ersthelfern. Auch die weiteren Passanten, die in den Minuten nach der folgenschweren Kollision am Unfallort eintrafen, hätten sich angemessen verhalten.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war die Verstorbene 69 Jahre alt. Letzte Gewissheit bestand jedoch in den Stunden nach dem Unfall noch nicht, da unterschiedliche Papiere in dem Fahrzeug aufgefunden wurden, die durch die Beamten zunächst überprüft werden mussten.

  Ahlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff