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Wer Mais pflanzt, wird Verkehr ernten

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Verkehrsbelastung des Dorfs Vorhelm durch die Agrarmethangasanlage

20 Tonner fliegen über das Wibbeltdorf, war in der Zeitung zu lesen. Wirklich? Sie können nicht fliegen. Deshalb müssen sie zum Bosenberg fahren und es gibt nur einen Weg dorthin.

Schwerlasttransporte wälzen sich durch das Dorf Vorhelm

 

Schwerlasttransporte zum BosenbergDie Schwerlasttransporte mit nitrat- und dioxinverseuchter Gülle, Hähnchenmist und Mais fahren durch das Dorf Vorhelm, vorbei an Haustüren der Vorhelmer Bürger, Geschäfte, Gaststätten. Aus Richtung Warendorf, Sendenhorst, Ennigerloh - und nicht wie früher die Zementtransporte aus Richtung Autobahn. Die 20-Tonner fahren 7 Tage in der Woche, von morgens 6 bis abends 22 Uhr!

Die Bürger ahnen möglicherweise noch nicht, was für eine Verkehrswelle tsunamigleich über ihr Dorf schwappen wird. In allen Gutachten der Investoren wurde nur die Lärm- und Verkehrsbelastung in der Alten Ladestraße dargelegt. Nicht die Belastung der Dorfbewohner. Aber 20-Tonner können das Dorf nicht überfliegen!

Gülle statt Idylle?

14.000 Tonnen Mais, 6.000 Tonnen Frischgülle und 1.000 Tonnen Hühnermist werden jährlich durch das Dorf transportiert. Das ergibt nach Angaben des Investors einen täglichen Fahrzeugstrom von ca. 160 Schwerlasttransportern inklusive Leerfahrten.  Wohlgemerkt: Zusätzlich zum bereits vorhandenen Verkehr!

Doch wie steigern sich diese Zahlen beim nächsten Bauabschnitt? Denn Erweiterungen der Anlage schließt Bürgermeister Ruhmöller nicht aus. Siehe auch unser Bericht hier.

Wer sind die Profiteure - wer trägt die Last?

Nach derzeitigem Kenntnisstand profitieren von der Biogasanlage weder die Stadt Ahlen noch deren Bürger - diese tragen nur die Lasten. Profitieren dürften die Investoren von den Millionensubventionen aus dem EEG. Für die Bürger bleiben

  • Täglich Lärm, Gestank und Abgase im Dorf.
  • Immobilienleerstand und 40% Wertverlust für die Vorhelmer Hausbesitzer
  • Umsatzverluste für Vorhelmer Geschäftsleute, Hotel und Gastronomiebetriebe

Ängste der Bürger

  • Gibt es eine Landflucht? Wer möchte in einem Dorf leben, in dem täglich Schwertransporter mit verseuchter Gülle durch den Ort fahren?
  • Wer radelt noch gern zum Biergarten und trifft sich mit Freunden im Dorf, wenn ihn Güllegestank, Lärm und Abgase erwarten?
  • Haben die Kunden aus dem Einzugsbereich der Geschäfte Lust auf Stau und Gestank?
  • Können Kinder und alte Leute sich auf der Straße noch sicher fühlen? Das Unfallrisiko wird deutlich erhöht.

Demografische Entwicklung - Das Wibbelt-Dorf als Verlierer

  • Schon heute fürchten sich viele Kommunen vor leeren Schulen und leeren KITAs, leeren Kirchenbänken und leeren Geschäften.
  • Bald wird es einen Konkurrenzkampf um die Abwanderung junger, mobiler Bürger geben.
  • Eine Biogasanlage wird garantiert keine neuen Bürger anlocken - sie vertreibt im Gegenteil die noch verbliebenen Jungen.
  • Was bleibt für Vorhelm? Senioren, die keine Käufer für ihr Eigentum finden und alte Menschen, Arbeitsunfähige und Arbeitsunwillige, die durch Inanspruchnahme von Sozialleistungen die Zahlungsverpflichtungen der Stadt erhöhen, anstatt für Steuereinnahmen zu sorgen.