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Zwischen Weihnachtsliedern und Musical

Geschrieben von DocChicago

Vorhelmer Blasorchester gibt Weihnachtskonzert

Die Pfarrkirche St.Pankratius zu Vorhelm war fast bis auf den letzten Platz besetzt, als um 16.30 Uhr der voluminöse Klang des Blasorchesters Vorhelm das feierlich geschmückte Gotteshaus erfüllte.

Die St.Pankratius Kirche war in festliches Licht getauchtDie technischen Helfer des Musikvereins Vorhelm hatten ganze Arbeit geleistet: mit blauen und roten Scheinwerfern sowie mit Dutzenden von Kerzen hatten sie den Innenraum der Kirche in ein festliches Licht getaucht und eine feierliche Atmosphäre geschaffen, um in den Besuchern die Vorfreude auf Weihnachten zu wecken.

 

Unter der Leitung ihres Dirigenten Bernd Jäger stimmten die Musiker zunächst ein Weihnachtslied von Georg Friedrich Händel an. Danach begrüßte Pastor Hermann Honermann im Namen der Pfarrgemeinde als Gastgeber die Musiker sowie alle Konzertbesucher. Nach einem "Christmas Joy" genannten Medley verschiedener Weihnachtslieder erhielt das Publikum dann auch die Gelegenheit zum Mitsingen. Mit "O Heiland, reiß die Himmel auf" forderte das Orchester die Besucher zum Singen des ersten Adventsliedes auf.

Da Weihnachten nun mal im Winter stattfindet, so Dirigent Bernd Jäger, begab sich das Orchester auf eine Reise durch den Norden Europas: Mit der Sinfonie "Finlandia" von Jan Sibelius und der bekannten "Petersburger Schlittenfahrt" von Richard Eilenberg gaben die Musiker zwei typische Winterlieder zum Besten und bewiesen einmal mehr ihre Vielseitigkeit und hohe musikalische Qualtiät. Danach konnte das Publikum mit "Macht hoch die Tür" wieder seine Gesangsqualtiäten beweisen.

Das Musiker des Blasorchesters Vorhelm waren perfekt eingestimmt.In der kurzen Atempause für die Musiker erinnerte Pastor Honermann daran, dass die Adventszeit auch die Zeit der Besinnung ist. Er forderte die Gemeinde auf im Sinn des eben gemeinsam gesungenen Liedes ebenfalls "die Tore weit auf" zu machen und es damit dem Christuskind im Stall zu Bethlehem gleich zu tun.

Mit Titel "Jesus Christ Superstar" aus dem  gleichnamigen Musical von Andrew Lloyd Webber ging es nach der Pause weiter und gedanklich über den "Großen Teich" in die USA. Dort ist auch der "Sleigh Ride", also das US-Gegenstück der Petersburger Schlittenfahrt angesiedelt. Danach folgte ein Medley aus der Kinderoper "Hänsel und Gretel" und schließlich konnte das Publikum bei "Morgen, Kinder, wird´s was geben" wieder mitsingen. Der Text des Liedes ist übrigen von Heinrich Hoffmann von Fallersleben, dem Dichter der Deutschen Nationalhymne.

Mit einem Arrangement für Blasorchester verabschiedeten sich die Vorhelmer Musiker mit "Canadian Brass Christmas" Suite von ihrem Publikum, das nach dem gelungenen Konzert die Musiker mit Standing Ovations feierten.

Danach bedankte sich Pastor Honermann bei den Musikern, ebenso sprach der 1.Vorsitzende des Musikvereins, Guido Keil, allen Mitwirkenden seinen Dank aus, vor allem auch den Sponsoren, die mit Geldspenden den Verein tragen und so die Ausbildung der jungen Musiker erst ermöglichen. Einige Jugendliche hatten den Sprung vom Jugendblasorchester in das "Große" Orchester geschafft, weitere werden im Januar folgen. Noch sind sie an ihrer fehlenden Uniform erkennbar, so der 1.Vorsitzende. Demnächst stehen also wieder einige Ausgaben für neue Uniformen an, und so freuten sich die Musiker über die Spenden des Publikums, nachdem sich die Musiker mit einer "Winter Wonderland" Zugabe noch einmal beim Publikum bedankt hatten.

Am Heiligen Abend sowie am 1.Weihnachtstag spielt das Blasorchester Vorhelm jeweils zur Weihnachtsmesse in der Pfarrkirche St.Pankratius auf.

 

Viel Wärme durch Lichter und Lieder

Stimmungsvolle Lichter in vielen Farben, weihnachtliche Deko – und mittendrin das große Blasorchester des Vorhelmer Musikvereins (BO). Dieses ließ gestern Abend beim Adventskonzert in der St.-Pankratius-Kirche nicht nur aufhorchen, sondern sorgte auch für reichlich Aufsehen. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr präsentierte sich das Gotteshaus abermals stilvoll illuminiert und brachte die Gäste zum Staunen. Blaue, grüne und rote Farbtöne hoben die verschiedensten Elemente hervor und bildeten so eine wirkungsvolle Einheit.

Eine Einheit bildeten auch die Musiker, die sich im Altarraum formiert hatten und ihr musikalisches Können zum Besten gaben. „Es freut uns, dass Ihnen unsere Beleuchtung gefällt“, reagierte der Dirigent des BO, Bernd Jäger, auf den Eingangsapplaus des Publikums. „Wir bieten Ihnen aber heute nicht nur etwas für die Augen, sondern natürlich auch wie gewohnt etwas für die Ohren“, versprach Jäger, schwang kurz darauf seinen Dirigentenstab – und über 60 Minuten vorweihnachtlicher musikalischer Hörgenuss nahmen ihren Lauf.

Wie schon beim Weihnachtskonzert des Jugendblasorchesters im „Hof Münsterland“ (die „AZ“ berichtete) sollten die Zuhörer in der Kirche ebenfalls aktiv werden. Von den ausliegenden Liederheften machten die Anwesenden zur Freude der Musiker regen Gebrauch und sangen bei Stücken wie „Macht hoch die Tür“ oder „Morgen, Kinder, wird‘s was geben“ aus voller Kehle mit.

Und während die Fußgänger vor der St.-Pankratius-Kirche durch die kalte Dezemberluft schlenderten, wurde den Gästen im Innenbereich warm ums Herz, als sowohl klassische als auch moderne Arrangements sich ein Stelldichein gaben.

Bei dem Konzert – in erster Linie als Dankeschön an alle Freunde und Unterstützer des Musikvereins gedacht – wurde kein Eintritt erhoben, Spenden gab es aber dennoch reichlich. Ein Zeichen dafür, dass es dem Pulikum erneut gefallen hat.

Zur Einstimmung auf dieses Adventskonzert hatten die Organisatoren bereits am Nachmittag ins Pfarrheim an der Ennigerstraße geladen, wo der musikalische Nachwuchs mit gerade erlernten Stücken aufwartete. Omas, Opas, Mamas und Papas waren gekommen, um sich bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen von den musikalischen Fortschritten ihrer Steppkes zu überzeugen. „Auch hier war der Eintritt frei“, betonte der Vorsitzende des Musikvereins, Guido Keil, und erklärte, wie man das Geld aus dem Kuchenverkauf investieren werde: „Von diesen Erlösen werden unter anderem neue Instrumente gekauft, die wir den Anfängern als zusätzliche Leihinstrumente zur Verfügung stellen können.“ 

Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung