Schwerer Unfall auf der Ahlener Straße

Geschrieben von DocChicago

"Und das an diesem Tag!" meinte ein Unfallzeuge und spielte damit auf Freitag, den Dreizehnten an. Glück im Unglück hatte die 24-jährige Fahrerin eines Ford Ka, die mit ihrem Wagen gegen einen Baum prallte und mit mittelschweren Verletzungen davon kam.

Am Ford Ka entstand TotalschadenWas war geschehen?

Am 13.April 2007 gegen 19.00 Uhr befuhr die Fahrerin die K42 (Ahlener Straße) von Ahlen in Richtung Vorhelm. Vermutlich kam sie kurz vor der Einmündung Bergeickeler Weg in einem Moment der Unachtsamkeit auf den rechten Seitenstreifen, verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und schleuderte auf die linke Fahrbahnseite, wo sie mit der Fahrertür gegen einen Straßenbaum prallte. Der Wagen drehte sich daraufhin um 180 Grad und blieb auf der linken Fahrbahnseite liegen. Die Frau erlitt Kopfverletzungen. Unfallzeugen aus nachfolgenden Fahrzeugen leisteten Erste Hilfe und benachrichtigten sofort die Unfallrettung. Die Verunglückte war ansprechbar, stand jedoch unter Schock. Kurze Zeit später traf die Feuerwehr ein, die mit zwei Löschzügen aus Ahlen und Vorhelm ausgerückt war. Da die verunglückte Frau jedoch nicht im Fahrzeug eingeklemmt war, mußte kein Bergungsgerät eingesetzt werden. Der kurze Zeit später eintreffende Notarzt versorgte die Verletzte und transportierte sie mit dem Rettungstransportwagen ins Krankenhaus. Am Fahrzeug entstand hoher Sachschaden. Die Unfallstelle blieb für etwa 45 Minuten in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

"Die Frau hatte Glück im Unglück" deutete Hubert Papenfort vom Löschzug Vorhelm die Spurenlage. "Das Fahrzeug hat den Baum mit der Fahrertür in Höhe der B-Säule getroffen. Dies ist eine äußerst kritische Stelle, da sich der Kopf des Fahrers in unmittelbarer Nähe befindet. Zum Glück hat der im Fahrersitz eingebaute Seiten-Airbag ausgelöst und der Fahrerin wahrscheinlich das Leben gerettet. In einem älteren Fahrzeug ohne Seitenairbag hätte der Unfall tödlich ausgehen können."

Der Seitenairbag rettete der Fahrerin das LebenDer Unfall wirft Fragen nach der Tempobegrenzung der K42 zwischen Ahlen und Vorhelm auf. Jahrzehntelang war die Geschwindigkeit hier auf 70 km/h begrenzt. Nach dem Bau einer neuen Fahrbahndecke vor 4 Jahren wurde die Geschwindigkeit wieder auf 100 km/h heraufgesetzt. Viel zu viel, meinen Anwohner und Pendler, die die Strecke täglich befahren. Ahlen-Vorhelm Web Portal sprach am Ort des Geschehens mit einigen Verkehrsteilnehmern.

Monika Klostermann war als eine der ersten an der Unfallstelle und sicherte diese mit ihrem Warndreieck ab. Sie meint: "Tempo 100 ist hier zu viel. Ich fahre die Strecke seit 20 Jahren jeden Tag zur Arbeit und habe schon mehrere schwere Unfälle mit Verletzten miterleben müssen". Gudrun Bergedieck ist der gleichen Meinung: "Diese Kurve ist zu gefährlich für Tempo 100. Ich fahre hier freiwillig langsamer". Und Christa Gehler formuliert es noch drastischer: "Hier Tempo 100 und ein paar hundert Meter weiter auf der Strontianitstraße Tempo 30 und rechts vor links - völliger Schwachsinn!"

In Höhe der Einmündung Strontianitstrasse hatte sich vor einem Jahr ebenfalls ein schwerer Unfall ereignet. Hier war ein Kleinkraftradfahrer beim Abbiegen mit einem entgegenkommenden PKW kollidiert. Nur der Tatsache, dass die Autofahrerin damals ihr Tempo reduziert hatte und die Aufprallgeschwindigkeit deutlich niedriger war als die hier zulässigen 70 km/h, verdankt der Motorrollerfahrer wahrscheinlich sein Leben.

Anwohner und Pendler, die die Strecke kennen, plädieren deshalb für eine Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h für die gesamte Länge der K42 von Ahlen bis Vorhelm.