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Packard 626 ist Oldtimer König

Geschrieben von Martin Feldhaus

Die Oldtimer-Westfalen-Fahrt „Münsterland-Klassik“ ist immer wieder ein Erlebnis – für Mitfahrer und Zuschauer. Die historischen Gefährte wurden am Sonntag nach der Rückkehr zum alten Bahnhof Tönnishäuschen prämiert.

Eine Familie mit Hund in einem Setra PanoramabusAufgemotzte PS-Boliden mit modernem Schnickschnack? Nein, das ist sicher keine Option für einen wahren Oldtimer-Freund. Denn er liebt das urtümliche Knattern der Motoren aus dem 20. Jahrhundert. Und gerade deshalb schlugen am Sonntag an der Gaststätte „Pängel-Anton“ auch die Herzen vieler Auto-Liebhaber höher.

Die 24. Auflage der Oldtimer-Westfalen-Fahrt „Münsterland-Klassik“ lockte 38 wahre Schmuckstücke nach Tönnishäuschen, die sich bei zunächst strahlendem Sonnenschein zahlreichen Zuschauern präsentierten und anschließend mit ihren Fahrern auf einem unbekannten Parcours quer durchs Münsterland fuhren.

Doch schon bei der Präsentation kamen Dutzende Interessierte aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine Rarität reihte sich hier an die nächste und wurde von Moderator Mike Atig mit markigen Worten präsentiert. Dabei hatte er auch immer ein paar Hintergrundinfos parat.

Sieger der 24. Oldtimer-Westfalen-Fahrt: Heinrich Ridder aus Hamm mit seinem „Packard 626“ aus dem Jahr 1929. Als „Zaungäste“ waren auch einige Oldtimer vertreten, die zwar selbst nicht an der Tour teilnahmen, aber ebenso bewundernde Blicke ernteten – wie Gerd Barschkets „Hanomag“. Foto: Martin FeldhausFür Kenner war das ein Ritt durch verschiedene Epochen der Automobilgeschichte. Schon traditionell ein absoluter Hingucker ist dabei der „American La France Roadster“ des Ahleners Knut Budde. Das „unglaubliche Monster“, wie Atig es nannte, stammt aus dem Jahr 1916 und lässt schon beim Anfahren hören, was in ihm steckt. Eine ganz andere Generation ist da beispielsweise der „ Buick Super Riviera“ aus dem Jahr 1956, der mit seiner schneidigen Form noch immer ein „Straßenkreuzer der Extraklasse“ ist. Vielen bekannt war hingegen der „Mercedes Benz 190“, der aus dem Jahr 1990 stammt und daher noch kein historisches Kennzeichen führen darf. Dennoch hat er als eines der erfolgreichsten Modelle des schwäbischen Konzerns ein Stück deutsche Automobilgeschichte geprägt.

Egal, ob jung oder alt – für alle Oldtimer gab es auf der Fahrt mit einem „Roadbook“ durch die Region fünf Spiele zu bewältigen, bei denen fahrerisches Können, aber auch Geschicklichkeit und theoretisches Wissen gefragt waren. So mussten die Fahrer beispielsweise bei einem Halt eine kleine Runde Minigolf spielen oder auch eine raffinierte Fahrprüfung meistern. „Die Fragen, die zu beantworten waren, hatten auch so ihre Tücken“, bemerkte Moderator Atig bei der Siegerehrung, die mit etwas Verspätung begann. In einem Fall ging es um das Kennzeichen auf einem Pkw-Foto, das im alten Bahnhof hängt.

Die Fragen, die zu beantworten waren, hatten auch so ihre Tücken.

Mike Atig

Aufgaben, die Heinrich Ridder mit seinem „ Packard 626“ aus dem Jahr 1929 am besten bewältigte und den ersten Platz bei der Rallye belegte. Den zweiten Platz belegte Knut Budde mit seinem „American France Roadster“ und Dritter wurde Vorjahressieger Christian Bachmann mit seinem imposanten DB LA 1113 B aus dem Jahr 1973. Für Begeisterung sorgte aber auch noch ein anderer Teilnehmer: Horst Haase fuhr mit seinem „Steyr Puch Haflinger 700“ von Dortmund aus zum Start der Rallye nach Ahlen, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 42 Stundenkilometern. Viel Zeit also, um schon vor dem offiziellen Start der Rallye mit dem österreichischen Unikum die Sommerlandschaften des Münsterlandes zu genießen.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Martin Feldhaus

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