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Handwerker unter Dach und Fach

Geschrieben von DocChicago

Wie eine Brache sah das ehemalige Zementwerk Bosenberg trotz des jahrelangen Leerstands nie aus. Jetzt gibt es für einen 3,7 Hektar großen Teil des Areals eine weitere Nachnutzungsmöglichkeit als Handwerkerhof. Details werden im Ortsausschuss vorgestellt. Der Weg ist frei für Handwerker – fast. Zuerst beschäftigt sich die Politik mit den Plänen, auf dem Bosenberg ortsansässige Betriebe anzusiedeln. Eingebettet in eine gepflegte Parkanlage ist das ehemalige Zementwerk. Für einen 3,7 Hektar großen Teil der Fläche gibt es nun Nachnutzungspläne. Foto: Christian WolffIm August 2003 feierte das Zementwerk Bosenberg noch sein 75-jähriges Bestehen. Wohl kaum jemand hätte damals gedacht, dass nur kurz darauf die Übernahme durch Heidelberg-Cement erfolgen würde. Nicht minder überraschend kam gut drei Jahre darauf die Schließung des Werks im Ortsteil Vorhelm-Bahnhof. Seit mehr als einem Jahrzehnt geistern nun Nachnutzungspläne durch die Ausschüsse. Den gescheiterten Plänen einer Biogasanlage folgt nun etwas Konkretes, das weniger Reizpunkte auslösen dürfte: ein Handwerkerhof.

Bereits im Vorjahr stand die Entwicklung des Gewerbegebiets Bosenberg auf der Tagesordnung des Ortsausschusses Vorhelm. Inzwischen steht ein Areal von 3,7 Hektar kurz vor dem Kauf. Vorhabenträger ist die dafür gegründete Gewerbepark Bosenberg GmbH, die im Herbst 2016 ihr Interesse an dem Gelände bekundet hatte. Der Gebäudebestand soll erhalten bleiben und in Zukunft zum Domizil von ortsansässigen Handwerksbetrieben und Büros werden. „Durch die Reaktivierung baulicher Anlagen, Wege und Außenanlagen wird die Pflege gesichert und einem Verfall vorgebeugt“, heißt es in der aktuellen Beschlussvorlage.

Dazu muss der vorhabenbezogene Bebauungsplan aus dem Jahr 2013 neu gefasst werden. Folgende Nutzungen seien demnach vorgesehen: Schlosserei, Maurer, Sanitär- und Heizungsbau, Estrichbau, Elektriker und Schreinerei. Die Gewerbepark Bosenberg GmbH will dort außerdem ihren Gerüstbaubetrieb und ihre Finanzdienstleistung ansiedeln.

In der nächsten Sitzung des Ortsausschusses am 6. März werden weitere Details vorgestellt. Die äußere Erschließung des Plangebietes soll aus nordöstlicher Richtung über die Rolandstraße – Landesstraße 586 – erfolgen. Von dort aus lasse sich das Gebiet über die Alte Ladestraße Richtung Südwesten erreichen. Nach Unterquerung der Bahntrasse führt bereits jetzt die ausgebaute Privatstraße Am Bosenberg zum ehemaligen Zementwerk.

Da die Reaktivierung der (Teil-)Anlagen bereits mehrfach an Bedenken der Anwohner, vor allem aufgrund des verstärkten Verkehrs im Ortsteil, scheiterte, soll die Öffentlichkeit möglichst früh an diesem Bebauungsplan beteiligt werden. So ist unter anderem eine Bürgerversammlung geplant.

Übrigens: Die markanten Silos des einstigen Zementwerks bleiben vorerst stille Relikte auf dem Bosenberg. Für sie gibt es derzeit keine neuen Pläne und stehen weiter im Besitz der Grundbesitzverwaltung Bosenberg GmbH, die sich ab 2007 um den Bau der Biogas-Großanlage bemüht hatte. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte auch den verkleinerten Plänen im Jahr 2013 einen Riegel vorgeschoben.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

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