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Wasserspiel im neuen Licht

Geschrieben von Christian Wolff

Nach Jahren im Abseits soll die Brunnenanlage an der Vorhelmer Hauptstraße wieder ins rechte Licht gerückt werden. Bei einem Ortstermin mit dem Ortsausschuss stellte Gartenbauer Stefan Tripp seine Ideen vor.

Stefan TrippNoch bis in die 1990er Jahre hinein spielten Kinder an den Fontänen, standen sommertags mit den Füßen im Wasser, während die Eltern auf zwei nahen Bänken verweilten. Die Brunnenanlage im Winkel zwischen Hauptstraße und Alter Straße funktionierte jedoch lange nicht und geriet folglich ins Abseits. Daran will der Ortsausschuss nun etwas ändern: Ein erster Gestaltungsvorschlag von Stefan Tripp sieht vor, das idyllische Fleckchen wieder ins rechte Licht zu rücken.

Am Dienstagnachmittag stellte der Gartenbauer seine Ideen beim Ortstermin vor. Dabei stellten die Ausschussmitglieder erfreut fest, dass nach einer Sofortmaßnahme alle Brünnlein wieder fließen. „Schade, dass diese Anlage von Passanten kaum wahrgenommen wird“, meinte Stefan Tripp. Somit legte er seinen Schwerpunkt auf die optische Gestaltung: Eiben sollen zurückgeschnitten, kleinere Bäume entfernt werden. Eine Trauerweide auf dem Nachbargrundstück würde damit ebenfalls besser zur Geltung kommen. 

Die gefühlte Barriere zwischen Bürgersteig und Brunnen möchte der Planer ebenso aufgehoben wissen. Um dennoch eine Distanz zur Straße zu schaffen, die besonders zur Sicherheit von Kleinkindern wichtig ist, schlägt er ein schmales, halbrundes Beet vor. „Mit Lavendel, Tulpen und Narzissen, die wir darin pflanzen können, hätten wir ganzjährig ein farbiges Bild vor dem Brunnen“, beschrieb er. „Muss es ausgerechnet Lavendel sein?“, fragte Gudrun Westhues ( SPD) in die Runde. „Ich kenne mittlerweile ganz viele Leute, die das Zeug nicht riechen können.“ Tripp betonte dazu, dass noch nichts in Stein gemeißelt sei.

Der Ortsausschuss und die Vertreter der Stadtverwaltung unternahmen eine Begehung. Foto: Christian Wolff„Auf die alte Laterne würden wir auch gerne verzichten“, nannte der Ortsausschuss-Vorsitzende Hubertus Beier ein Ergebnis aus einer vorgeschalteten Begehung mit Vertretern der Stadt. Die vorhandene Stromanbindung könnte nach Tripps Plänen besser für eine indirekte Beleuchtung genutzt werden. „Man könnte die dazugehörige Skulptur von unten anstrahlen, ebenso die Trauerweide.“ Dann sei die Anlage auch abends stimmungsvoll und begehbar, mit einer „gewissen Grundhelligkeit“ ausgestattet, lade aber nicht zu wilden Gelagen von Jugendlichen ein.


Man könnte die dazugehörige Skulptur von unten anstrahlen, ebenso die Trauerweide.

Stefan Tripp


Beier erläuterte, dass es rund um den Brunnen zwei Ortstermine vor diesem Treffen gegeben habe. „Ich wusste nur von einem“, kritisierte Gudrun Westhues (SPD). „Das finde ich schon etwas komisch.“ Der Ausschuss-Vorsitzende klärte sie dahingehend auf, dass es einen Termin zwischen Stadtvertretern und den beiden Ausschuss-Vorsitzenden sowie einen weiteren zwischen Stefan Tripp und den Ausschussmitgliedern gegeben habe.

Erhard Richard (CDU) erinnerte schließlich an die inzwischen fehlenden Bänke. Gudrun Westhues (SPD) schlug vor, die bestehende Natursteinmauer mit Sitzflächen auszustatten, damit Besucher rund um die Brunnen platznehmen könnten. Stefan Tripp nahm die Gedanken gerne auf.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff