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Inmitten der Dorfmauschelei

Geschrieben von DocChicago

„Düwel auk Häer Pastoor“ heißt das neue Stück der Plattdeutschen Heimatbühne, die längst nicht mehr nur Theaterfreunde aus Enniger und Vorhelm anlockt. Bei der Premiere durfte bereits sehr gelacht werden.

Besuch im Pfarrhaus: Bankdirektor Bernhard Mauschel (Oliver Rösler, r.) sucht das Gespräch mit dem vermeintlichen Pfarrer Freddie Schwarz (Ludger Demski, l.), der gerade seinen Kumpel Adsche (Thomas Hermes-Huerkamp) empfängt. Foto: Peter SchniederjürgenDamit hat Freddi nicht gerechnet: Aus einem Zwischenstopp auf seiner Tippeltour wird ein Daueraufenthalt. So findet er sich kurzerhand als Ortspfarrer wieder. So geschehen am Samstag zur Premiere des neuen Stücks der Plattdeutschen Heimatbühne. Titel des lustigen Stücks: „Düwel auk Häer Pastoor“. Wie sich Menschen täuschen lassen, aber auch ihre Machtspiele und Intrigen nimmt das neue Stück auf die plattdeutsche Schüppe.

 Eigentlich sucht der Tippelbruder Freddie (Ludger Demski) nur einen zeitweiligen Unterschlupf, um mal wieder warm zu werden und ein Bad zu nehmen. Auch die Kleidung hat eine Waschmaschine dringend nötig. Das Benötigte findet der Obdachlose im Pfarrhaus. Das steht seit dem Ableben des Dorfpfarrers leer. Nichtsdestotrotz wird es von Haushälterin Mathilde (Petra Helbeck) und Küster Harald (Heinz Brune) verantwortungsvoll verwaltet. Letzterer widmet sich besonders hingebungsvoll den Messweinvorräten des Verstorbenen. Lästig dabei ist nur, dass ihnen andauernd Pauline, die Vorsitzende des Hausfrauenvereins (Annette Berste) mit ihrer frömmelnden besten Freundin Linde (Nina Theeßen) auf die geschäftigen Finger schaut.

Freddi findet das Haus im unbeobachteten Moment und nutzt die Gunst der Stunde. Ganz flott ist die Wäsche in der Waschmaschine und selber gönnt er sich das dringend nötige Bad. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf. Mangels Bademantels, zieht er sich des Priesters Talar über. Damit beginnt für den Tippelbruder der ganze Schlamassel. Beim Einbruch ertappt, schlüpft er notgedrungen in die Rolle des seit langem sehnlich erwarteten neuen Pfarrers. Als die zentrale Figur der Dorfgemeinschaft wird er schnell in die Machenschaften der Dorfgewaltigen, der Geld- und Politikgrößen wie Parteichef und Bankdirektor Bernhard Mauschel (Oliver Rösler) und seiner ärgsten Konkurrentin Britta Fibich (Tina Beermann) einbezogen.

Foto: Peter SchniederjürgenZum Glück kann Freddie als gescheiterter Kaufmann eine Weile bestehen. Schließlich bekommt er auch noch Besuch seines Kumpels Adsche (Thomas Hermes-Huerkamp). Der ist zwar hilfsbereit, allerdings: Ob sich dessen Einfälle als wirklich zukunftsfähig erweisen und wie mit der extrem heiratswilligen Dorothea Kruse (Christine Schulze-Balhorn) und der ewig trauernden Witwe Josefine (Claudia Hoppe) umzugehen ist, lässt sich am Besten beim Besuch des Plattdeutschen Theaters in der alten Turnhalle Enniger erfahren.

xgorightFotos von der Premiere in unserer Bildergalerie

Spieltermine und Kartenverkauf

Freitag, 17. März, um 19.30 Uhr; Samstag, 18. März, um 19.30 Uhr; Sonntag, 19.März, um 15 Uhr als Seniorenvorstellung (Einlass ab 14 Uhr) mit Kaffee und Kuchen;Freitag, 24. März, um 19.30 Uhr; Samstag, 25. März, um 19.30 Uhr; Sonntag, 26. März, um 18 Uhr; Freitag, 31. März, um 19.30 Uhr; Samstag 1. April, um 19.30 Uhr; Sonntag, 2. April, um 18 Uhr; Freitag, 7. April, um 19.30 Uhr; Samstag, 8. April, um 19.30 Uhr und zum Finale am Sonntag, 9. April, um 18 Uhr. Die Eintrittskarten zum Preis acht Euro pro Platz und Reservierungen für die Seniorenaufführungen gibt es bei Gaby Rose-Demski unter Telefon 0 25 28 / 19 87 und Ruth Rose unter Telefon 0 25 28/ 13 42.

 

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Peter Schniederjürgen