Ahlen-Vorhelm Web Portal

Ahlen-Vorhelm

Alte Ladestr.26 ,
59227 Ahlen-Vorhelm

Stadt Ahlen 02382-590
info@ahlen-vorhelm.de

Die scharfen Kurven verschwinden

Geschrieben von Heiner Klostermann

Besonders viele Pendler, die täglich zwischen Ahlen und Roland unterwegs sind, betrifft der aktuelle Ausbau der B 58. Die Kosten, um hier mehr Sicherheit zu schaffen, belaufen sich auf 2,4 Millionen Euro. Den symbolischen ersten Spatenstich für den Ausbau des letzten Teilstücks der Bundesstraße 58 zwischen Ahlen und Roland gaben am Dienstag Alfred Tonder (Firma Pollmann), Dr. Karl-Uwe Strothmann (Bürgermeister Beckum), Christian Müller (Straßen NRW), Uwe Denkert (Stadt Beckum) und Christian Drescher (Straßen NRW, v.l.). Foto: Christian WolffWie viel Holz und Erde in nur drei Wochen bewegt werden können, mag für Außenstehende erstaunlich wirken. Für Fachmänner wie Christian Müller , stellvertretender Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßen NRW, ist das Alltag. So waren am Dienstag beim offiziellen Startschuss für die Großbaustelle zwischen Ahlen und Roland bereits Teile der künftigen Trassenführung erkennbar.

Das letzte 1,5 Kilometer lange Teilstück der Bundesstraße 58 wird in den kommenden Monaten ausgebaut, in Teilen verlegt und in Roland mit einem neuen Kreisverkehr ausgestattet. Hinzu kommt auf ganzer Länge ein neuer Radweg. „Wir wollen in diesem Jahr noch fertig werden“, sagte Müller, ohne einen konkreten Termin zu nennen. „Das Ganze ist wie so oft wetterabhängig.“

Die Ausführung, die Anfang des Monats mit Rodungen und Planuerungen bereits begonnen hatten, übernimmt die Beckumer Firma Pollmann, die vor 13 Jahren bereits das erste Teilstück des Ausbaus zwischen Ahlen und Roland übernommen hatte. Die Baukosten betrugen damals 1,5 Millionen Euro. Doch auch die aktuellen Zahlen lassen sich sehen: Nun sind 2,4 Millionen anvisiert; stolze 25 500 Kubikmeter Straßenaufbruch und Böden müssen ausgebaut und abgefahren werden; 10 000 Kubikmeter Frostschutzschicht werden wieder eingebaut; 700 Meter Entwässerungsleitungen mit unterschiedlichen Durchmessern werden verlegt; 43 000 Quadratmeter Asphaltschichten werden eingebaut. Den Abschluss bilden dann neue Schutzplanken, Markierungen, Leitpfosten und Schildern.

Die Arbeiten, hieß es beim symbolischen ersten Spatenstich, werden teilweise unter Aufrechterhaltung des Verkehrs ausgeführt – und zwar in zwei Bauabschnitten. Zunächst entsteht außerhalb des Verkehrsraums vom zukünftigen Kreisverkehr bis zur Hofstelle Hohenhorst eine komplett neue Fahrbahn, anschließend wird der Verkehr die Baustellen in Fahrtrichtung Ahlen passieren können. Müller: „Wer von Ahlen in Richtung Beckum will, muss dann allerdings eine Umleitung in Kauf nehmen – über die L 794.“ Auch für Vorhelm werde die Maßnahme mehr Umleitungsverkehr bedeuten, denn hier wird der Schwerlastverkehr in Richtung Autobahn bereits umgeleitet.

Ein Teil der künftigen Trasse ist bereits durch Holzpflöcke nachzuvollziehen. Foto: Christian WolffDer Ausbau der Strecke ist erforderlich geworden, weil die Fahrbahn mit ihren 5,50 Meter Breite und engen Kurven nicht mehr den heutigen Erfordernissen gerecht wird. „Ich sehe es ja selber, was hier so alles herfährt“, holte sich Christian Müller beim Ortstermin gleich die optische Bestätigung. „Dafür war die Straße anfangs gar nicht ausgelegt. Das ist historisch so gewachsen.“ Die acht Meter Breite, die hier nach der Fertigstellung messbar sein werden, bringen ein weiteres Stück mehr Sicherheit.


Wir wollen in diesem Jahr noch fertig werden.

Christian Müller


Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann wies in diesem Zusammenhang auf den Grunderwerb von 39 000 Quadratmeter Boden hin. Die Verwaltung hatte den Landesbetrieb bei den Verhandlungen unterstützt. „Es ist alles reibungslos verlaufen“, lobte er und blickte zufrieden auf den Radverkehr: „Dieser Abschnitt war bis jetzt noch gar nicht erschlossen. Fahrräder mussten sich auf die stark befahrene Fahrbahn wagen.“ Künftig herrsche hier mehr Sicherheit, weil ein weiterer Unfallschwerpunkt entschärft werde. Mit Schrecken erinnern sich vor allem die Anwohner daran, wie oft es hier schon „geknallt“ hat.

 

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff