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In Vorhelm fehlen Kindergartenplätze

Geschrieben von Heiner Klostermann

Kein Bedarf? Nach Ansicht des Ortsausschusses fehlen durchaus Kindergartenplätze in Vorhelm. Der am Montag im Jugendhilfeausschuss verkündete Sachstand wurde am Dienstagabend anhand von Fallbeispielen in Zweifel gezogen . . .

Bei der Diskussion um Kindergartenplätze in Vorhelm hörte auch Bürgermeister Dr.Alexander Berger (2.v.l.) aufmerksam zu. Hubertus Beier (3.v.l.) begrüßte ihn zum ersten Mal bei einer Sitzung des Ortsausschusses. Foto: Christian Wolff

Ganz so rosig, wie am Montag im Jugendhilfeausschuss dargestellt, ist die Situation wohl doch nicht: In Vorhelm fehlen Kindergartenplätze. Das verdeutlichten am Dienstagnachmittag gleich mehrere Mitglieder des Ortsausschusses. Zwar könnten alle Betroffenen durch die Stadt laut Rechtsanspruch woanders untergebracht werden, doch dieser Umstand erzürnt so manche Eltern.

Gudrun Westhues (SPD) brachte das Thema im Zuge der Haushaltsberatungen aufs Tapet. Ihr sei zugetragen worden, dass es einen Bedarf für zwei weitere Gruppen im Dorf gebe und mahnte genaue Zahlen an. Da die Anmeldefrist soeben verstrichen ist, forderte der Vorsitzende Hubertus Beier, mit der Vorlage nicht erst bis zur nächsten Sitzung am 3. März 2016 zu warten.

Konkreter wurde die Diskussion durch Beispielfälle: „Man hat auch uns einen Kindergartenplatz in Ahlen angeboten, aber wir haben dankend abgelehnt“, sprach CDU-Mitglied Ulrich Averberg aus eigener Erfahrung. „Uns ist es wichtig, dass unser Kind in Vorhelm groß wird, wo seine Freunde und Vereine sind, und nicht in Ahlen.“ Bernd Avermiddig (FWG) bezifferte die Zahl der ihm bekannten Fälle auf „mehr als ein Dutzend“. Und Averberg ergänzte: „In Tönnishäuschen haben sich jetzt sieben, acht Eltern privat organisiert, weil sie nicht jeden Tag nach Ahlen fahren wollen oder können.“

Momentan ist nicht klar, wie viele Betroffene es genau gibt. „Diese Informationen überraschen mich jetzt sehr“, gab Serhat Ulusoy (SPD) unumwunden zu. Er hatte den Sachstandsbericht im Jugendhilfeausschuss am Tag zuvor selbst gehört und forderte nun ebenfalls von der Verwaltung, die Zahl der in Vorhelm abgelehnten Eltern offenzulegen.

Hubertus Beier bekräftigte, mit dem zuständigen Fachmann im Rathaus in engem Kontakt zu stehen. „Ich habe André Deppe bereits vor kurzem darauf hingewiesen, wie sehr das Thema Kindergartenplätze Vorhelm beschäftigt“, sagte er. Bürgermeister Dr. Alexander Berger – er hatte Premiere im Ortsausschuss Vorhelm – versprach, das Thema in den kommenden Wochen im Blick zu behalten.

Ahlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff