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Tiere wegen Bosenberg-Aktivitäten getötet?

Geschrieben von Maria Kessing

Cornelia Beck vermutet Zusammenhang

Als sie Micky in ihre Obhut genommen hat, war er erst zehn Tage alt und allein nicht überlebensfähig. Mit der Flasche hat Cornelia Beck das Katzenbaby groß gezogen und seitdem in ihr Herz geschlossen. Zwei Jahre hat der Kater zusammen mit seinem Artgenossen Kimba bei ihr Am Vinckewald gelebt. Samstagmorgen hat Cornelia Beck die beiden Tiere das letzte Mal gesehen. Abends sind sie nicht wie sonst ins Haus gekommen.

Cornelia Beck hat kein Verständnis für die grausamen TierquälerAls Cornelia Beck vom Verschwinden ihrer beiden Katzen erzählt, kommen ihr die Tränen. Es sei nicht der einzige Vorfall in den vergangenen drei Jahren. Angefangen habe alles im Frühjahr 2008. Die Auseinandersetzung um die Biogasanlage spitzt sich erstmalig zu. Cornelia Beck steht als Wortführerin der Gegner im Licht der Öffentlichkeit, als nacheinander drei ihrer Galloway-Rinder auf der Weide verenden. „Ich wusste nicht, wie mir geschieht“, berichtet sie. Zunächst habe sie an eine ansteckende Krankheit geglaubt. Eine Sektion habe ergeben, dass die Tiere vergiftet worden seien.

 

Die unheimliche Anschlag-Serie sei weitergegangen. „Immer wenn etwas mit Bosenberg war, passierte ein paar Tage später etwas“, berichtet Cornelia Beck, dass Enten und vier Hühner getötet worden seien. Es seien Stacheldrahtzäune durchgeschnitten worden, daraufhin habe sie Elektrozäune gespannt. Aber auch davor seien die Saboteure nicht zurückgeschreckt. Auch die Polizei, bei der sie Anzeige erstattete, habe gesagt: „Das geht nicht mit rechten Dingen zu.“ Die Beamten seien seinerzeit verstärkt Streife am Bosenberg gefahren und ihre Mitstreiter aus der Bürgerinitiative hätten Patrouillen durchgeführt.

Lange Zeit sei Ruhe eingekehrt. Bis zur vergangenen Woche, als die Klage gegen die Biogasanlage eingereicht worden sei. Das Schloss zu einem Putenstall sei gewaltsam aufgebrochen und die Inneneinrichtung demoliert worden. Die drei Tiere konnte Cornelia Beck wieder einfangen. Ein Hahn mit einem Genickbruch habe vor einem Weidetor gelegen. „Das er nicht aufgehängt worden ist wie beim Voodoo-Kult ist auch alles“, stehen die Vorgänge für Cornelia Beck in einem direkten Zusammenhang mit ihren Bosenberg-Aktivitäten. Sie hat erneut Anzeige bei der Polizei erstattet. „Was passiert als Nächstes?“ ängstigt sich die Hobby-Bäuerin um ihre anderen Tiere, dass es ihnen auch wie Kimba und Micky ergehen könnte.

 

Maria Kessing schreibt für das Ahlener Tageblatt / Die Glocke