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Eltern bereit für neuen Lotsendienst

Geschrieben von Heiner Klostermann

Mehr Schüler-Sicherheit an der Dorffelder Straße in Vorhelm

Große Überzeugungsarbeit habe sie nicht leisten müssen, gibt Elke Walter ehrlich zu. Beim Ortstermin an der Dorffelder Straße lobt die Leiterin der Augustin-Wibbelt-Schule das spontane Engagement einiger Eltern. Die Eltern mit ihren Kindern an der Doffelder StraßeBei ihnen sei die „Bereitschaft sofort spürbar“ gewesen, beim neuen Lotsendienst mitzumachen. Dieser soll vom kommenden Jahr an für mehr Sicherheit auf dem Schulweg sorgen. Betroffen sind diejenigen Grundschüler, die allmorgendlich die Dorffelder Straße passieren müssen.

Ursprünglich – Bürgermeister Benedikt Ruhmöller blickte rund drei Monate zurück – sei geplant gewesen, an diesem neuralgischen Punkt zwischen Glatzer Straße und Plaßkamp eine Querungshilfe einzurichten. „Nach Rücksprache mit unseren Fachleuten und der Polizei sind wir jedoch zu dem Schluss gekommen, dass hier eine bauliche Maßnahme nicht besonders sinnvoll ist“, sagt Ruhmöller.

Schließlich habe man sich auf den „guten, alten Schülerlotsendienst“ besonnen – und sei damit auch bei den Verantwortlichen der Grundschule auf offene Ohren gestoßen, zumal die Dorffelder Straße schon in den Vorjahren immer wieder in der Kritik stand. Letztlich, erklärt Elke Walter, habe das Ehepaar Gudrun und Ulrich Westhues die Initiative ergriffen, das Thema für die SPD im Ortsausschuss aufs Tapet gebracht und fraktionsübergreifendes Kopfnicken geerntet. „Nur wenige fahren hier die vorgeschriebene Geschwindigkeit“, weiß der Ortsausschuss-Vorsitzende Hubertus Beier – und deutet beim Ortstermin auf die vorbeifahrenden Pkw.

Auch Polizeihauptkommissar Bodo Kowatz bestärkt alle Beteiligten darin, mit dieser Idee den richtigen Weg eingeschlagen zu haben: „Seit 1953 gibt es in der Bundesrepublik solche Lotsendienste. Und noch nicht ein einziges Mal hat es an einer Lotsenstelle einen schweren Unfall gegeben“, so Kowatz. Der Nachteil eines „Zebrastreifens“ liegt für den Beamten auf der Hand: Kinder können Geschwindigkeiten oft noch nicht richtig einschätzen. Fest installierte Querungshilfen vermitteln eine trügerische Sicherheit, die objektiv nicht gegeben ist.

Die Freiwilligen bekommen nun noch eine Einweisung durch die Polizei – dann geht‘s in der zweiten Januarwoche los. Vor allem die „kritische Viertelstunde vor 8 Uhr“, beschreibt Mutter Merve Aßmann, wollen sie und die anderen Eltern abdecken. „Dann haben wir drei Lotsenstellen im Stadtgebiet“, sagt Stadtsprecher Frank Merschhaus.

 

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung