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Alle Argumente ausgetauscht

Geschrieben von Christian Wolff

Biogas: Investoren wollen bald starten / CDU-Ortstermin auf dem Bosenberg

Foto: Christian WolffMit der Redewendung „Aller guten Dinge sind drei“ machte Vize-Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss gestern Nachmittag deutlich, dass es an der Zeit ist, „grünes Licht“ für die Biogas-Pläne am Bosenberg zu geben. Die Zahl steht sinnbildlich für den nunmehr dritten Anlauf der Investoren, das ehemalige Zementwerk umzugestalten. Jetzt soll es etwas werden, das Verfahren ist auf den Weg gebracht.

„Alle Argumente sind ausgetauscht. Es gibt keine seriösen Argumente mehr, die gegen eine solche Anlage an dieser Stelle sprechen“, sagte Pöppinghaus-Voss. Die CDU-Mitte hatte vor wenigen Wochen bei Mitinvestor Heribert Telges die Möglichkeit für einen Ortstermin ausgelotet.

Pöppinghaus-Voss: „Seitens der CDU haben wir nicht immer ein rühmliches Bild in Sachen Bosenberg abgegeben, deswegen bin ich froh, dass wir hier mit offenen Armen empfangen wurden.“ Obwohl sich zunächst nur vier Personen zur Werksbegehung angemeldet hatten, bestand die Gruppe schließlich aus rund 30 Interessierten.

Architektin Agnes Weber informierte die Christdemokraten und ihre Gäste nicht nur über die bereits bekannten Vorhaben, sondern auch über Absichten der Bezirksregierung für das Gelände in Vorhelm-Bahnhof, die sich erst in den letzten Tagen ergeben haben. So sollen alle Gebäude, die für die Neunutzung nicht gebraucht werden, abgerissen werden. Eine Tatsache, die vor allem Martin Bücker-Flürenbrock als Eigentümer ärgert.

„Ich verstehe das nicht. Es handelt sich allesamt um Gebäude, die bestens gepflegt und intakt sind.“ Immerhin habe man das hochwertig ausgestattete, frühere Verwaltungsgebäude als Betriebswohnung in die Pläne einbinden können. Die danebenliegende Halle, die eigentlich als Lkw-Unterstellplatz dienen sollte, befindet sich aber laut Regionalplan in einer Art „Niemandsland“ und darf daher nicht eingebunden werden.

Die Investoren drängen darauf, bald loslegen zu können. „Wir setzen alle Anstrengungen daran, bis Frühjahr / Sommer 2011 die Baugenehmigung zu haben. Geht die Biogasanlage bis 31. Dezember 2011 nicht in Betrieb, gehen die Fördermittel drastisch nach unten“, mahnte Martin Bücker-Flürenbrock.

 

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung