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Nikolaus kam mit dem Hubschrauber

Es nieselte am Samstagnachmittag, aber das störte die zahlreichen Zuschauer, die zur Schützenwiese gegenüber dem Alten Rathaus gekommen waren, herzlich wenig.

Nikolaus, Ruprecht und die beiden WeihnachtsengelWarum auch? Bewiesen Nikolaus und Knecht Ruprecht mit ihrer Hubschrauberlandung doch einmal mehr, dass alles Gute von oben kommt. Und da es ja bekanntlich „kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung“ gibt, hatten sich Jung und Alt warm eingepackt und die Regenschirme aufgespannt, als das Rotorengeräusch des Hubschraubers nach und nach näher kam.

 

„Da ist er“, riefen die Kinder durcheinander und verfolgten gespannt die butterweiche Landung auf der Schützenwiese. Der Nikolaus (gespielt von Matthias Bußmann) und Knecht Ruprecht (gespielt von Oliver Rasfeld) liefen unter großem Applaus auf die Zuschauer zu, während der Hubschrauber über ihnen schon wieder von dannen zog. „Ward ihr denn auch alle artig?“, fragte der Nikolaus in die Menge und ein lautes „Ja“ schallte zurück.

 

Die Weihnachtsengel Katharina Lakenbrink und Luna Labs (v.l.) trotzten dem Wetter„Statt Ruten gibt’s heute Stuten“, scherzte der Heilige und verteilte zusammen mit seinem Gefährten Stutenkerle. Und während die Erwachsenen diese günstige Gelegenheit für ein Familienfoto mit dem Nikolaus nutzten, zogen die neuen Ahlener Weihnachtsengel, Katharina Lakenbrink und Luna Laabs, durch die Reihen und sammelten eifrig Spenden für die Aktion „Lichtblicke“, die bedürftige Menschen im Kreis Warendorf unterstützt.

 

Statt anschließend – wie in den Vorjahren – in eine Kutsche umzusteigen, stand für den Nikolaus, Knecht Ruprecht sowie das Weihnachtsengel-Duo ein Feuerwehrbulli bereit. Angesichts des Wetters schien das eine wirklich gute Lösung zu sein. „Und weil es in Ahlen so viele Baustellen gibt, kommen wir damit sicher schneller durch“, hatte Sylvia Sommer von Organisationsteam noch während der Planungen für diesen Tag gescherzt. Aber von wegen schneller durchkommen: Bereits nach wenigen Metern gab der Bulli seinen Geist auf und ließ das himmlische Quartett im Stich.

 

Nicht aber Sylvia Sommer und Co: Ein, zwei Telefonate wurden geführt und schon stand ein weißes Cabriolet parat. Glück gehabt. Und so bewegte sich der Umzug zunächst am Bahnhof vorbei, ehe er unter den Klängen der „Happy Trumpets“ durch die Fußgängerzone gen Marienplatz zog. „Erst dachte ich, dass Weihnachten in Ahlen ausfallen müsste“, spielte der Nikolaus in seiner Ansprache auf den zunächst fehlenden Weihnachtsmarkt und die dazugehörige Beleuchtung in der Innenstadt an. Nun sei aber „alles wieder gut“ und „Weihnachten darf ja auch gar nicht ausfallen“, sprach der Nikolaus ganz im Namen der Kinder, die ihn sehnsüchtig erwartet hatten.

 

Noch einmal wurden Hunderte Stutenkerle verschenkt und zahlreiche Steppkes sagten spontan ein Gedicht auf, für das sie von den Zuschauern mit großem Applaus bedacht wurden.    

 

Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung