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Häuslebau kann starten

Geschrieben von Christian Wolff
„Ilek“-Dorferneuerungsprogramm: Mittel für Vorhelm stehen bereit

Am liebsten hätten Willi Wienker, Josef Remmert und Hubertus Beier schon Schaufeln und Schubkarren herangeholt und Speis angerührt.

Foto: Christian Wolff
Bürgermeister Ruhmöller (3.v.l.) freut sich mit den Vorhelmern
Seit Monaten haben die Vertreter aus Heimatverein, Vereins-Interessengemeinschaft und Ortsausschuss auf diesen Moment gewartet: Die Bezirksregierung hat grünes Licht für den Start der Dorferneuerung Vorhelms gegeben. Damit kann das „Herzstück“, der Bau des neuen Multifunktionshäuschens an Stelle des früheren „Dorfpilzes“, beginnen.


Montagabend überreichte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller gemeinsam mit den zuständigen Verwaltungsvertretern Nicole Wittkemper und Bernd Döding den offiziellen Bewilligungsbescheid. Landes- und Bundesmittel sowie Mittel der Europäischen Union fließen in das „Integrierte ländliche Entwicklungskonzept“ (Ilek) – und damit jetzt auch nach Vorhelm. Zunächst handelt es sich um 15 928 Euro, 40 Prozent der anerkannten Baukosten. Vieles soll jedoch in Eigenarbeit ergänzt werden, verriet Willi Wienker. Auch von städtischer Seite soll es „Hand- und Spanndienste“ geben, sicherte Ruhmöller zu.

„Wir haben im Grunde zufällig, bei einer Veranstaltung der Landvolkshochschule Freckenhorst, davon gehört, dass es dieses Ilek-Programm überhaupt gibt“, blickte Hubertus Beier zurück. Zu jenem Zeitpunkt im vorigen Jahr war der Bau des sogenannten „Kreuzhauses“ mit 27 Quadratmeter Nutzfläche bereits in Planung – und musste wieder gestoppt werden. Denn: Fördermittel gibt es nur für neue Projekte, nicht für bereits begonnene. Und so musste sich Vorhelm zunächst mit einem 1:1-Modell begnügen (die „AZ“ berichtete).

„Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir unser Häuschen schon bei der Dorfbiennale hätten einweihen können“, gestand IG-Chef Josef Remmert. Aber dafür gibt es wohl bald einen zusätzlichen Anlass zum Feiern.

Die Beteiligten skizzierten bei einem Ortstermin an der Pankratiusstraße den letzten Stand der Planungen. Der Neubau, der in weiten Teilen mit historischem Material wie alten Balken und Pflastersteinen entsteht, erhält vier Giebel. „In den Giebeln steckt eine tiefere Symbolkraft, die unser Pastor Hermann Honermann an der Dorfgeschichte festmacht“, erklärte Remmert. Als 1193 das Kirchspiel gegründet wurde, entstand aus den drei Bereichen Dorf, Isendorf (heute Tönnishäuschen) und Eickel (heute Bahnhof) die Pfarrgemeinde. An diese Bereiche erinnern drei dieser Giebel. Der vierte soll das heutige Gemeindewappen tragen.

Neben dem Fachwerkhäuschen, das künftig das Dorfzentrum bereichern soll, sollen in nächster Zeit auch eine gärtnerische Aufwertung der Grüninsel an der Augustin-Wibbelt-Straße sowie der Brunnenanlage an der Hauptstraße erfolgen.

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung