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Bezirksregierung stellt Zuschüsse in Aussicht

Geschrieben von Christian Wolff
Dorferneuerung Vorhelm: Dreistufiges „Ilek“-Programm läuft an

Der Dorfkern der Hellbachgemeinde wird von diesem Jahr an schrittweise runderneuert. Möglich machen dies Fördermittel aus dem Programm „Intergriertes ländliches Entwicklungskonzept“ („Ilek“). 

Foto: Christian Wolff
Am Wibbelt-Denkmal blühen die Blumen im Sommer
Schriftlich habe er das zwar noch nicht, sagte Stadtplaner Horst Schulte am Montagnachmittag im Ortsausschuss, aber ein entsprechendes positives Signal habe die Bezirksregierung Münster der Stadt Ahlen bereits gegeben.

„Ilek“ soll in Vorhelm an drei Stellen sichtbar greifen: am Dorfplatz („Ort 1“), am Wasserspiel zwischen Hauptstraße und Alte Straße („Ort 2“) sowie am „Figurenbaum“ an der Augustin-Wibbelt-Straße („Ort 3“). Die Stadt hatte dieses Konzept im Februar in einem Förderantrag formuliert (die „AZ“ berichtete). „Diese drei Plätze sind für die Vorhelmer von besonderer Bedeutung“, sagte Schulte. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 47 000 Euro, der städtische Eigenanteil liegt bei rund 28 000 Euro. „Eine wichtige Voraussetzung zur Gewinnung der Fördermittel ist das bürgerschaftliche Engagement, das durch ,Ilek‘ gestärkt werden soll“, betonte Schulte. Diese Voraussetzung sei durch Beteiligung von Anwohnern und tatkräftiger wie enger konzeptioneller Begleitung durch den Heimatverein, vertreten durch Willi Wienker, auf jeden Fall gegeben.

Zunächst werde „Ort 1“ in Angriff genommen, in dessen Zentrum künftig ein sogenanntes „Kreuzhaus“ anstelle des früheren Treffpunkts „Dorfpilz“ entstehen soll. Dieses Vorgehen ließ Gudrun Westhues und Franz-Josef Kröger (SPD) allerdings befürchten, dass die beiden weiteren Orte „auf die lange Bank geschoben“ würden. Dem trat Horst Schulte entgegen. „Wenn es gut läuft, werden wir sogar noch in diesem Herbst einen weiteren Förderantrag auf den Weg bringen, damit die weiteren Pläne angegangen werden können.“ Für die Verwaltung stehe fest, das ein Gesamtkonzept nur alle drei „Orte“ berücksichtigen könne.

Für „Ort 3“ gab Westhues erneut zu bedenken, dass die Anwohner nach der Entfernung des brachliegenden Brunnens eine Beibehaltung des Elements Wasser gefordert haben. Bernd Döding erklärte städtischerseits, dass dies berücksichtigt sei.

Die Dorferneuerung durch das „Ilek“-Programm brachte Ralf Kiowsky (CDU) auf die Idee, das optische Erscheinungsbild Vorhelms generell auf den Prüfstand zu stellen. „Vielleicht stellen wir mal gemeinsam mit der Stadt eine Art Rahmenplan auf die Beine.“ Der Christdemokrat wünschte sich, dass dabei auch Anlieger mit am Tisch sitzen, damit auch die Fassadenoptik rund um die öffentlichen Plätze besprochen werden könne, auf welche die Stadt ansonsten wenig Einfluss hat.


"Brauchen wir noch Stiefmütterchen-Romantik?"
Bernd Manthey (B90 / Grüne)

Auch die Kirche solle beteiligt werden. „Im nächsten Jahr werden wir voraussichtlich keine eigene Pfarrstelle mehr haben. Es ist mehr als ratsam sich damit zu beschäftigen, was mit Immobilien wie Pfarrhaus, Pfarrheim und so weiter geschehen kann“, so Kiowsky. Stadtplaner Schulte regte an, nach dem Muster der „Ahlener Innenstadtbegehung“ eine „Dorfbereisung“ vorzunehmen.

 

Bernd Manthey (Grüne) riet zu pflegeleichten Lösungen. „Brauchen wir noch Stiefmütterchenromantik?“, fragte er provokant in die Runde. Kiowsky versicherte: „Es will sicher niemand auf dem Dorfplatz eine Landesgartenschau veranstalten.“ Ortsausschussvorsitzender Hubertus Beier schloss die Diskussion mit einem Versprechen: „Wir bleiben in Sachen Dorferneuerung am Ball.“

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung