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Bürgerinitiative Bosenberg legt Fakten auf den Tisch

Geschrieben von DocChicago

Biogas am Bosenberg - eine Angelegenheit die stinkt?

Bürgerinitiative informiert mit Flugblatt in ganz Vorhelm.

 

Foto: Ahlen-Vorhelm.de Archiv
Mit diesem Flugblatt informiert die Bürgerinitiative Bosenberg
Der Bürgerinitiative Bosenberg stinkt's gewaltig: Nach Ansicht der Anwohner des Ortsteils Vorhelm-Bahnhof bedeutet der geplante Bau der Biogasanlage eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Und nicht nur für die Anlieger von Haarbachstraße, Alte Ladestraße, Eichendorffstraße und Bosenberg, sondern auch für die Bewohner des Dorfes Vorhelm. Denn dort wird sich der gesamte Lieferverkehr hindurchwälzen. Mit drastischen Auswirkungen auf die Wohnqualität der Dorfbewohner.

 

"Es wurde Zeit, endlich auch die Bewohner des Dorfes Vorhelm zu informieren" meint die Sprecherin der Bürgerinitiative Bosenberg, Cornelia Beck. "Die fliegen das Zeug ja nicht mit dem Hubschrauber ein - zur Erntezeit donnern Hunderte Traktoren durchs Dorf."

Einen hohen Wertverlust ihrer Immobilien befürchten die Anwohner der Straßen des Ortsteils Vorhelm-Bahnhof. Bernd Stürmer, im Hauptberuf TÜV-Sachverständiger und einer der Bürgerinitiativen-Sprecher: "Immobilienbanken rechnen uns bereits jetzt vor, dass unsere Immobilien bis zu 40% Wertverlust erleiden werden - durch höhere Lärmbelastung und mögliche Schwingungs- und Erschütterungsschäden des Schwerverkehrs."

Der Verkehr zur Ver- und Entsorgung der Biogasanlage und der zusätzlichen geplanten Getreidespeicher ist das Hauptproblem für die Anwohner. Sie trauen dem Gutachten nicht, das die Betreiber der Stadt zur Genehmigung vorgelegt haben. Eigene Verkehrszählungen und Messungen sprechen eine andere Sprache. Stürmer: "Wir haben Verkehrszählungen durchgeführt und Lärmmessungen mit geeichten Messgeräten. Der tatsächliche Lärm liegt weit über den zulässigen Grenzwerten."

Von der Stadt wurde das Gutachten inzwischen zur Plausibilitätsprüfung dem Büro des Regierungspräsidenten vorgelegt, das die Plausibilität bestätigt hat. Hierzu sagt der Sachverständige Stürmer: "Ein Plausibilitätsgutachten prüft nur, ob 2+2 = 4 ist. Rechnerisch ist das Gutachten richtig. Doch die Ausgangszahlen sind falsch! Es sollte noch einmal durch ein unabhängiges Gutachten überprüft werden." Ferner seien bestimmte Faktoren wie Geruchsbelästigung beim Be- und Entladen der stinkenden Geflügelmistabfälle und gesundheitsgefährdende Feinstaubentwicklung bei Fahrten durch das dicht besiedelte Dorf schlicht und einfach nicht berücksichtigt worden.

In einem Flugblatt informiert die Bürgerinitiative Bosenberg jetzt alle Vorhelmer Bürgerinnen und Bürger über die ihrer Meinung nach hohen und gesundheitsgefährdenden Belastungen und hofft, dass sich möglichst viele Bewohner des Ortsteils Vorhelm am 31.März um 16.00 Uhr am Ahlener Rathaus einfinden um für ihre Interessen einzutreten.

 

 Der Text des Flugblattes im Wortlaut