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Einwände werden jetzt geprüft

Geschrieben von Israel Mossad
Bosenberg: Sachstand nach der Bürgerbeteiligung / Staub-Gutachten in Arbeit

Ein Haufen Papier und noch mehr Arbeit beschäftigt derzeit die städtische Planungsabteilung. Das Thema Bosenberg-Nachnutzung wird in den kommenden Monaten erneut die Politik beschäftigen.

Foto: Christian Wolff
Die Bürgerbedenken zur Bosenberg-Nachnutzung werden derzeit ausgewertet
Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung wurden eine Reihe vom Fragen gestellt und Kritik geäußert, die teilweise auch in Leserbriefen veröffentlich wurden. Alle Eingaben werden derzeit von der Stadtverwaltung ausgewertet und für eine Abwägung vorbereitet.

Das Verfahren ist Teil des  vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das ehemalige Zementwerk in Vorhelm-Bahnhof, der eine Weiternutzung des Geländes und der Gebäude ermöglichen  und so eine langfristige Industrieruine vermeiden soll. Wie mehrfach berichtet, beabsichtigen Investoren, auf dem Gelände eine Biogasanlage mit 844 Kilowatt Leistung zu errichten.

Mit dem Gas würde  in einem Blockheizkraftwerk Strom erzeugt und für die Allgemeinheit ins Netz gestellt. „Hiermit  wird ein Beitrag zur  Vermeidung der energetisch ineffektiven Verstromung fossiler Rohstoffe geleistet, welche langfristig dringend für andere Zwecke benötigt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des federführenden Architekturbüros. Die Wärme aus dem Blockheizkraftwerk soll zur Trocknung des Gärrestes genutzt werden, der zusammen mit beigemischtem Kompost zu biologischem Humusdünger für die Landwirtschaft verarbeitet würde.

Der ebenfalls geplante Getreide- und Futtermittelhandel könnte dann die vorhandenen Silo-Anlagen des ehemaligen Zementwerks nutzen. „Über geeignete Einhausungen und Filtertechniken wird eine Staubbelastung der Umgebung vermieden. Eine Prüfung dieser Technik erfolgt im Baugenehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung Münster“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Die erarbeiteten Gutachten zu Lärmschutz und  Geruchsimmission werden durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz im Auftrag der Bezirksregierung überprüft. Ein zusätzliches Gutachten zur künftigen Staubbelastung ist bereits in Bearbeitung. Begleitend zum Verfahren wurde bemängelt, dass die Zuwegung zur Bushaltestelle entlang der Alten Ladestraße in der vorliegenden Form nicht akzeptabel ist. Auch hier wird an Lösungen gearbeitet, teilen die Planer mit.

Alle Emissionen aus dem Betrieb der Anlagen am Bosenberg werden durch unabhängige Gutachter geprüft. Es wurden durch die Stadt Gutachterbüros ausgewählt, die Erfahrung mit vergleichbaren Anlagen haben. Mit der Festlegung auf einzuhaltende Grenzwerte und zwingender Begrenzung auf die im Bauleitverfahren beschriebenen Anlagen werde nach Angaben der Stadt sichergestellt, dass die aufgrund gesetzlicher Grenzwerte bestehenden Emissionswerte eingehalten werden.

Weiterhin gilt: Jeder Bürger kann sich  anhand der Pläne und Gutachten, die im Internet unter www.ahlen.de abrufbar sind, informieren. Interessierte können sich diese beim Stadtplanungsamt erklären lassen  oder sich an das Architekturbüro Weber wenden. Auch hier stehen nach Terminabsprache alle Unterlagen zur Verfügung.


Fragen, Bedenken und Anregungen, die bisher vorgebracht wurden, prüfen in den nächsten Wochen Sachverständige der übergeordneten Behörden und nehmen diese entsprechend ihrer Bedeutung in das Verfahren auf. Im Anschluss folgt  eine erneute Offenlegung aller Ergebnisse aus dem Prüfverfahren.

 

 Diskussionsforum: Mais pflanzen, Verkehr ernten? Bürgerforum Biogasanlage Bosenberg

 Christian Wollf schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung