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Planungsstab sucht Helfer und Sponsoren

Geschrieben von Israel Mossad
Vorhelmer feilen an Bürgerradweg-Idee

2,25 Meter breit soll er werden. Allein dadurch unterscheidet sich der geplante Bürgerradweg von dem bereits bestehenden Mehrzweckstreifen an der Münsterstraße.

Foto: Christian Wolff
Hubertus Beier, Ralf Budt und Manfred Weirowski (v.l.) planen den "Bürgerradweg"
In einigem Abstand zur dicht befahrenen Straße böte er vor allem Schülern sowie Müttern mit Kindern mehr Sicherheit. Bislang existieren entsprechende Pläne zwar nur auf dem Papier, doch das soll sich ändern.

Ein privater Planungsstab hat sich in den vergangenen Wochen mit den Möglichkeiten befasst, eine solche Trasse zwischen Tönnishäuschen und Vorhelm zu bauen. Unter dem Titel „Bürgerradweg Vorhelm“ steht inzwischen ein Konzept, das Ortsausschussvorsitzender Hubertus Beier am Wochenende gemeinsam mit seinen Mitstreitern Manfred Weirowski und Ralf Budt vorstellte.

„Wir haben uns in umliegenden Gemeinden informiert, die schon einen Bürgerradweg umgesetzt haben“, erklärt  Beier und zählt Sendenhorst, Everswinkel und Enniger als Beispielgemeinden auf. Auch mit allen infrage kommenden Grundstückseigentümern sei bereits vor Monaten das Gespräch gesucht worden. Beier betont,  er habe in allen Fällen Aufgeschlossenheit verspürt.

Die Idee zu einem solchen Weg auf der 1,7 Kilometer langen Strecke ist schon viele Jahre alt.   „Es hat viele Anfragen gegeben“, blickt Hubertus Beier zurück. „Aber eins ist klar: Die Stadt wird einen separaten Radweg an dieser Stelle nicht bauen und weiterhin auf den vorhandenen Mehrzweckstreifen verweisen. Wir können das Projekt also nur durch den sogenannten ,Innovativen Radwegebau‘, sprich mit Hilfe von freiwilligen Helfern, Sponsoren, Materialspenden und Beiträgen finanzieren.“
Um diese Unterstützung überhaupt annehmen zu dürfen, steht die Gründung eines eingetragenen  Vereins an erster Stelle, wie er jüngst für den Bereich Walstedder Straße in den Stiel gestoßen wurde. Bislang ist der „Bürgerradweg Vorhelm“ schließlich nur die Vision einer lockeren Initiative. Doch die eigene Satzung ist vorbereitet.


Wir haben uns in umliegenden Gemeinden informiert.“ Hubertus Beier


55 Euro kostet der Meter Radweg, haben Beier und Weirowski ausgerechnet. 7,50 Euro pro Meter würde der Kreis übernehmen, weitere Zuschüsse vom Land stehen ebenso in Aussicht. Dabei handelt es sich nur um die Materialkosten. Der Arbeitseinsatz müsse freiwillig erfolgen. „In Freckenhorst war regelmäßig ein Team von 25 Leuten aktiv“, sagt der Ortsausschussvorsitzende.  

Zur Gründungsversammlung mit Wahl eines Vorstands und Vorstellung sämtlicher Modalitäten sind am Freitag, 9. Januar, alle Interessierten ab 20 Uhr in den Landgasthof Tönnishäuschen eingeladen. Dabei möchte der Planungsstab noch einmal darauf hinweisen, dass mittel- bis langfristig auch die Anbindung des Ortsteils Vorhelm-Bahnhof angepeilt werde.  „Wir reden jetzt sozusagen über einen ersten Bauabschnitt“, erklärt Hubertus Beier. Das Argument, Radler und Fußgänger könnten doch weiterhin durch den „Grafenwald“ zwischen Vorhelm und Tönnishäuschen pendeln, will er im Übrigen nicht gelten lassen: „Die Strecke ist weder ordentlich ausgebaut noch beleuchtet.“ Das schrecke viele zu sehr ab.

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung