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Manchmal wird die Trasse sogar vierspurig

Geschrieben von Sebastian Schnurpfeil
Rolandstraße: Anwohner fordern Sicherungsmaßnahmen

„Vorsicht, Auto“, warnt Bürgermeister Benedikt Ruhmöller am Morgen des 3.Dezember 2008, als er beim Ortstermin um 7.15 Uhr diekt an der Rolandstraße steht und der Verkehr an ihm vorbeirauscht. 

Foto: Sebastian Schnurpfeil
Bürgermeister Ruhmöller (r.) diskutiert mit den Anwohnern
Unmittelbar nach der Einmündung Alte Ladestraße haben sich Dutzende Eltern mit ihren Kindern versammelt. Allesamt Anwohner, welche die problematische Verkehrssituation beim Einsteigen ihrer Kinder in den Schulbus nicht mehr länger mit ansehen wollen.


Kalt und nass ist es, vor allem aber dunkel. Die erste Frage der Stadtsprecherin Klaudia Froede: „Hier müssen Kinder einsteigen?“ Ja, das müssen sie. Und ehe der Bus kommt, stehen die Schüler in einem Straßenbereich, wo der motorisierte Verkehr schon wieder  auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen darf.  

„Hätte ich bloß auch eine Warnweste dabei“, entfährt es Bernd Döding, Leiter Ahlener Umweltbetriebe, beim Überqueren der Straße. Die Anwohner dagegen haben vorgesorgt. Keiner von ihnen steht ungesichert an der Landstraße, die genau zwischen Beckum und Münster liegt.

„15 Jahre ist es her, dass wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der einen Straßenseite  durchsetzen konnten“, erinnert sich Elisabeth Picker. Dafür habe man „lange kämpfen müssen“, sagt sie, um kurz darauf zu betonen, dass sie sich auch dieses Mal für eine erhöhte Verkehrssicherheit der Schulkinder einsetzen werde. Gesagt, getan. Die Anwohner, die sich an der Bushaltestelle in Höhe Bergedieck versammelt haben, schließen sich mit denen zusammen, die weiter oben an der   Rolandstraße stehen. Denn: Beide Bereiche sind betroffen.

 


„Wenn man selbst Kinder hat, dann wird man für diese Dinge sensibler.“ Benedikt Ruhmöller


„Die Kinder sollen gesichert werden“, schickt Ruhmöller voraus, der neben Döding und Froede auch den Ortsausschussvorsitzenden Hubertus Beier sowie Heino Hilbert, Gruppenleiter Verkehrswesen bei den Ahlener Umweltbetrieben, begrüßt.

Foto: Sebastian Schnurpfeil
Die Kinder sollen einen sicheren Schulweg haben
Was die Anwohner fordern? „Eine weitergehende Geschwindigkeitsbegrenzung, ein beleuchtetes Buswartehäuschen und ein Überholverbot“, sind sich die Eltern einig. Apropos Überholverbot: Just in diesem Moment fährt ein Lkw vorbei, ein schneller fahrendes Auto setzt zum Überholmanöver an und zieht mit weit über 100 Stundenkilometern an dem Lastwagen vorbei. „Das ist keine Seltenheit“, betont Rita Stücke. „Manchmal wird  diese Landstraße hier vierspurig.“

„Da müssen wir gemeinsam eine Lösung finden“, sagt Benedikt Ruhmöller am Ende der Diskussionsrunde. Und diese Worte spricht er nicht nur als Stadtoberhaupt, sondern auch als Vater: „Wenn man selbst zwei Kinder hat, dann wird man für diese Dinge sensibler.“

Um die Schüler auf ihrem Schulweg zu schützen seien nun eine Verlegung der Bushaltestelle, ausreichende Beleuchtungsmaßnahmen, eine weitere Geschwindigkeitsbegrenzung oder auch ein Überholverbot geplant. Ein weiterer Ortstermin folgt.  



 Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung