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Die Quelle liegt im Schilf verborgen

Geschrieben von Israel Mossad
Heimatverein erkundete Hellbach

Hellbachdorf, Hellbachpättken, Hellbachhalle – der Name der Wasserader, die durch Vorhelm fließt, stand schon für so einiges Pate. Doch wo entspringt dieser Fluss? Der Heimatverein begab sich jetzt auf die Spur der Quelle und lud Interessierte zu einer Radtour nach Vellern ein.

Foto: Herbert Rüsing
In der Nähe von Vellern entspringt der Hellbach
„Ich freue mich, dass unser Angebot, die Hellbachquelle zu besuchen, auf Interesse gestoßen ist“, sagte Willi Wienker, Vorsitzender des Heimatvereins Vorhelm. „Es gibt sicher ganz viele Vorhelmer, die noch nie dort gewesen sind.“

 

Und tatsächlich: Innerhalb der Radler-Gruppe kannte einzig Josef Remmert, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV), den Ort, an dem der Hellbach entspringt. „Wir haben da mal mit der KG ,Klein-Köln‘ einen Baum gepflanzt“, erinnerte er sich.

 

Ausgangspunkt der Tour war am Sonntag die Alte Mühle, das Domizil der Heimatfreunde. Bei prächtigem Spätsommerwetter, allerdings mit frischem Wind, startete die Gruppe in Richtung Neubeckum.

 

„Düör miene jungen Dage geiht, o helle Biäck, dien klaore Flood; An diene grönen Öwer steiht so männige  Spuor von mienen Foot.“ So dichtete einst der Vorhelmer Heimatdichter Augustin Wibbelt über „seinen“ Fluss. 

 

Seit jeher war der Hellbach von wichtiger Bedeutung für die Bewohner des Dorfes und für die Landwirtschaft. Früher zog er sich in vielen Windungen durch Wiesen und an Äckern an der Nordgrenze des Dorfkerns vorbei, trat oft über die Ufer und verursache große Schäden – bis zur Flurbereinigung im Jahr 1962. Jetzt ist der obere Hellbach bis zur Ennigerstraße reguliert.


„Es gibt sicher ganz viele Vorhelmer, die noch nie dort gewesen sind.“ Willi Wienker 


 

Foto: Christian Wolff
Mitglieder des Heimatvereins unternahmen eine Radtour zur Quelle
Um einen zu schnellen Ablauf des Wassers zu verhindern und einen notwendigen Grundwasserspiegel unter den angrenzenden Ländereien zu bewahren, sind in den Lauf des Baches mehrere Staustufen eingebaut worden. Eine Absenkung des Hellbachs war nicht möglich, denn so hätten die Holzpfähle, auf denen Schloss Vorhelm ruht, auf lange Sicht Schaden genommen.

 

Ludger Hüwelmeier, der Vorsitzende des Vellerner Heimatvereins brachte den Gästen aus Vorhelm Wissenswertes rund um die Hellbachquelle näher. Es ist nämlich nicht so, wie zum Beispiel bei der Ruhrquelle bei Winterberg, wo das Wasser direkt aus dem Boden fließt.

 

Der Hellbach entsteht in einem Schilfgebiet, das jeweils im Herbst voll Wasser läuft, erfuhren die Fahrradtouristen. Bis dahin mussten sie über ein Feld laufen. Am Spätnachmittag – nach einer gemütlichen Einkehr – traf die muntere Truppe wieder in Vorhelm ein.
                         

 


 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung