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Für Kuscheltiere war's zu nass

Geschrieben von Sebastian Schnurpfeil
Viele Besucher beim Modellflug-Club

 Was machen die Wäscheklammern an den Antennen? „Die sorgen dafür, dass sich die Modellflieger mit ihren Frequenzen der Funkfernsteuerung nicht in die Quere  kommen“, erklärt  Bernhard Schwarte, Modellpilot mit über 30 Jahren Flugerfahrung.

Foto: Sebastian Schnurpfeil
Ein Doppeldecker-Nachbau aus dem ersten Weltkrieg
„Die Klammern zeigen, wer gerade welche Funkfrequenz belegt.“


Schwartes originalgetreue „Sopwith Camel“  ist am Wochenende eines der Schmuckstücke des Freundschaftsfliegens, ausgerichtet von Modellflugclub Ahlen (MFC). Dabei treffen sich Modellflieger aus  der ganzen Region zum gemeinsamen Fliegen und Austausch von Tipps.  „Die Maschine fliegt sich besser bei weniger Wind“, sagt Bernhard Schwarte mit skeptischem Blick zum Himmel. Es weht mit Windstärken von etwa drei bis vier Beaufort.    Etwas zu viel für den Doppeldecker mit dem Windwiderstand eines Scheunentores.

 

 

Das Fliegen mit den Modellen hat es in sich, davon kann besonders der Clubvorsitzende Dr. Ulrich Kund  ein Lied singen. Er ist nicht nur Modellflieger, sondern auch Inhaber der Privatpilotenlizenz für Sportflugzeuge. „Bei den Großen bleibt Steuerbord immer rechts, bei den Kleinen muss man auch spiegelverkehrt denken“, führt der Flieger aus. „Kommt das Modellflugzeug auf mich zu, muss ich also umdenken.“ Das macht den Reiz aus, finden die meisten Flieger. Manchmal geht‘s auch schief, ein Flieger ist abgestürzt. „Das sichert die Beschäftigung über den kommenden Winter“, sagt der Vorsitzende schicksalsergeben.

 

 

Foto: Sebastian Schnurpfeil
Mit 5 PS und jeder Menge Technik gehts in die Luft
Das Basteln ist für die Modellflieger meist eine der Leidenschaften. Maschinen wie die originalgetreuen Nachbauten gibt es  oft als Bausatz.  Die erfordern aber einiges handwerkliche Geschick. Und dazu gehört pure Technik. Immerhin hat die „Sopwith Camel“ mit ihren rund zwölf Kilogramm Fluggewicht satte fünf Pferdestärken aus dem 62-Kubikzentimeter-Motor. Das Modell des britischen Jagdflugzeugs aus dem Ersten Weltkrieg erfordert, wie das historische Vorbild, einiges an Können vom Piloten.

„Die kurzen Flugzeuge reagieren sehr heftig, da kommt’s auf jeden Ruderausschlag an“, stellt Pilot Schwarte fest. Die gibt er über die Hebel der Fernsteuerung ein. „Die  Reichweite ist so etwa die Sichtgrenze“, erklärt  er.

 

Etwas Pech hat der Club allerdings mit dem Kuscheltierfliegen. Dabei sollten Teddys und andere Kuscheltiere mal die Welt von oben sehen. Ein Spaß, um der Bevölkerung den Club näherzubringen. Doch leider hat diesmal der sonntägliche Regen dieses Vorhaben weggewaschen. „Wir sind  aber trotzdem sehr zufrieden, denn der Samstag hat viele Besucher gebracht“, resümiert Kund.

 

 www.mfc-ahlen.de

 

 Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung