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Ihr Name passt schon lange nicht mehr

Geschrieben von Israel Mossad
„Madonna an der Kreuzung“  vor 50 Jahren errichtet / Stifter war Graf Droste zu Vischering

Nach einer religiösen Woche, die der Redemptoristenpater Ludwig Jägers aus Trier mit täglichen Predigten gehalten hatte, wurde am Sonntag, 18. Mai 1958, das Pankratiusfest gefeiert.

Foto: Christian Wolff
Künstlerisch wertvoll: die "Madonna an der Kreuzung"
Am Abend dieses Tages folgten die  Weihe der „Madonna an der Kreuzung“ und eine  große „Maiandacht im Walde“. Die Statue in Tönnishäuschen, heute im Besitz der gräflichen Familie von Schall-Riaucour auf Schloss Vorhelm, prägt somit seit einem halben Jahrhundert das Bild der Kapellengemeinde. Seit vielen Jahren wird die kleine Parkanlage von Anwohnern gepflegt.


Eigentlich wird die Mariensäule ihrem Namen schon seit 1964 nicht mehr gerecht, denn damals wurde die neben ihr liegende Kreuzung verlegt. Seither fahren folglich viel weniger Menschen an ihr vorbei. Doch sie wurde bewusst an ihrem Standort belassen.

Rückblick auf die Zeit vor 50 Jahren: Die große Marienprozession stand ganz im Zeichen des Friedenssonntags und sollte deshalb eine Prozession zu Ehren der „Königin des Friedens“ sein. Deshalb beteiligte sich die ganze Gemeinde gern daran, „um Gottes Frieden besonders auf unser Vaterland und die ganze Welt herabzuflehen“, wie es damals in der Kirchenzeitung lautete. Bei der ersten „Maiandacht im Walde“ verlieh der Propst Graf Droste diesen Gedanken in seiner Festpredigt Ausdruck.

An jenem Tag mussten alle Gläubigen um 17.25 Uhr  in der Vorhelmer Pfarrkirche sein, als Seine Exzellenz am Kirchenportal empfangen wurde. Dann wurde der sakramentale Segen gespendet.
Kurz vor 18 Uhr setzte sich die feierliche Prozession in Bewegung, überquerte die Enniger Straße und benutzte den Fußweg durch den Wald bis zum Hause Untiedt. Unterwegs beteten die Teilnehmer den Rosenkranz.

In Tönnishäuschen zogen sie alle um das neue Bild der „Madonna an der Kreuzung“, das Seine Exzellenz dann weihte. Anschließend ging die Prozession wieder zurück zur Madonna im Sundern. Dort folgte gegen 19.30 Uhr die Marienandacht.

Graf Droste zu Vischering galt in diesem Rahmen ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für die Errichtung des künstlerisch wertvollen Marienbilds.

„Möge die  ,Madonna an der Kreuzung‘ alle Menschen, die des Weges kommen oder fahren, anregen zu echter Marienliebe“, wünschte sich der Stifter.

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung