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Anwohner wollen Mauer gerne behalten

Geschrieben von Israel Mossad
Am Figurenbaum: Umgestaltung geplant

Schon seit einigen Monaten brütet die Stadt über Plänen, die eine Umgestaltung der Grüninsel an der Augustin-Wibbelt-Straße vorsehen.

Foto: Christian Wolff
Ohne Wasser: Der Figurenbrunnen wirkt etwas trostlos
Jetzt gab Bernd Döding, Fachbereichsleiter bei den Ahlener Umweltbetrieben, öffentlich bekannt, was „Eingeweihte“ schon längst wissen:  Betroffen ist die Brunnenanlage neben dem sogenannten „Figurenbaum“, eine Skulptur mit Darstellungen verschiedener Charaktere aus der Feder des Vorhelmer Heimatdichters.


Ein Grund für die Maßnahme ist der Pflegeaufwand, der reduziert werden soll. Der Brunnen sei ständig kaputt, der Reparaturaufwand inzwischen besonders groß, sagte Döding am Dienstag vor dem Vorhelmer Ortsausschuss.  „Es hat dazu bereits einen Ortstermin mit Anwohnern, Fraktionsvertretern und Heimatverein gegeben.“ Schließlich solle dort nichts geschehen, ohne dass diejenigen beteiligt werden, die rund um den Brunnen leben, fasste Ortsausschuss-Vorsitzender Hubertus Beier zusammen.

Dazu legte  Döding mehrere Entwürfe vor, nach deren Umsetzung sowohl der Brunnen als auch – jedenfalls in einigen der Planskizzen – die Einfassungsmauer verschwinden würde. Doch damit können sich die Nachbarn der Verkehrsinsel offenbar gar nicht anfreunden, wie bei jenem Ortstermin deutlich wurde.


„Auch der Brunnen sollte nicht gänzlich wegfallen.“
Gudrun Westhues 

 

„Es ist den Anwohnern ganz wichtig, dass die Mauer erhalten bleibt“, erklärte Gudrun Westhues (SPD). „Auch der Brunnen sollte nicht gänzlich wegfallen.“  Eine Maßgabe, die weitere Überlegungen erfordert, wie Döding feststellen musste. „Kurzfristig können wir da wohl nichts machen.“
Eine Übergangslösung zu schaffen, hielt der Ausschuss für wenig sinnvoll. „Wäre es nicht besser, den Brunnen dieses Jahr noch einmal provisorisch herzurichten“, fragte Gudrun Westhues. Der Fachmann der Umweltbetriebe nickte. Ein Jahr könne man die Anlage wohl noch „retten“.


Der Brunnen wurde Anfang der 70er Jahre errichtet. Der „Figurenbaum“ war seinerzeit  der zweite Platz des Künstlerwettbewerbs zum 25. Todestag Augustin Wibbelts, wobei die Halbkugeln Ludwig Dinnendahls am besten abschnitten – und schließlich auf dem Dorfplatz errichtet wurden. Der zweite Platz gefiel der Vorhelmer Sparkasse jedoch so gut, dass sie ihn trotzdem umsetzte. Der Standort Augustin-Wibbelt-Straße erwies sich letztlich – nicht nur des Namens wegen – als geeignet.
 

 

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung