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Kunst-Kühe können kreisen

Geschrieben von Israel Mossad
Kunterbunte Installationen auf der Dorf-Weide stehen auf drehbaren Podesten

Kuhl! Fiberglaskühe grasen jetzt – fröhlich und farbenfroh. Einen besseren Rahmen für die Aufstellung der Kunstobjekte auf dem Gelände der ehemaligen Molkerei kann es kaum geben.

Foto: Christian Wolff„Almauftrieb“ heißt das Ganze und lockt am Samstagnachmittag knapp 200 Schaulustige auf die Wiesen im Antoniusdorf.

Die ursprüngliche Idee stammt von der  Tönnishäuschener Künstlerin Rita Rassenhövel, die schon vor einiger Zeit die nach einem Wettbewerb eingereichten Entwürfe zusammen mit einer Jury bewertet und plakativ auf dem Fiberglas umgesetzt hat.

Dass die Kühe nicht nur bunt, sondern auch ziemlich flexibel sind, dafür haben Alfons Brüggemann und Thomas Stapel gesorgt. Kurzerhand haben sie Drehpodeste konstruiert,  „damit die Kühe auch einen Rundumblick haben“, schmunzelt Thomas Stapel.

 

 

 

Foto: Christian Wolff„Wer unser Dorf kennt, der weiß, dass wir meistens mehrere Dinge gleichzeitig einweihen“, beginnt Thomas Rieping, Vorsitzender des Vereins „Tönnishäuschen – Unser Dorf“, seine kleine Rede zu Ehren der drei künstlichen Weidetiere. Im gleichen Atemzug werden nämlich am Wochenende auch die ebenfalls von seinem Verein neu geschaffenen Parkplätze unweit der Kapelle eingeweiht.

„Hamm hat Elefanten, Warendorf Pferde – und wir haben jetzt endlich unsere Kühe“, freut sich der Redner abschließend. Und erntet von der Menge tosenden Applaus.

So weit, so gut. Jetzt aber sollen die lebensgroßen Kühe ihre Parkbucht verlassen und zum standesgemäßen Grasen auf die „Molkereiweide“ gebracht werden. Der eigentliche „Almauftrieb“ beginnt.

 

 

Foto: Christian WolffUmringt von Fotografen und  Schaulustigen werden die Kuhimitate an Stricken auf die Alm – dem früheren Standort der heimischen Milchwirtschaft – geführt. Selbst eine Mitarbeiterin der  „Humana“-Milchunion hält jeden Schritt – pardon, jeden Strickzug an der Kuh  mit der Kamera fest. Klick, klick. „Schließlich sollen die Mitarbeiter im Werk auch wissen, wo alles angefangen hat“, erklärt sie dem Reporter im Vorbeigehen. Gemeinsam geht’s die Tönnishäuschener Straße in Richtung Alte Molkerei herunter. Ganz ohne Wanderschuhe und Berge im Hintergrund, dafür aber mit jeder Menge Spaß im Gepäck.

 

 

 

 


„Hamm hat Elefanten, Warendorf Pferde – und wir haben jetzt endlich unsere Kühe.“
Thomas Rieping

 


Foto: Christian WolffDie einen Eltern ziehen ihre Kinder im Bollerwagen hinter sich her, andere lassen ihre Jüngsten gleich mal auf den Wiesen-Grasern probesitzen. „Wie heißt denn die Kuh?“, fragt ein kleines Mädchen in die Runde. Und Thomas Rieping zuckt zunächst mit den Schultern. Kurz nachgedacht, schon hat er eine Antwort parat: „Jeder kann den Kühen einen eigenen Namen geben“, wendet er sich an die junge Bullenreiterin. Gegenüber der „AZ“ spricht er gar von einem möglichen Namens-Wettbewerb  beim nächsten „Kuh-Bingo“.

 

 

Feuchtfröhlich werden die Errungenschaften bis in die späten Abendstunden vor dem Landgasthof gefeiert. „Wenn jetzt noch  die Kneipe öffnen würde, wäre die Idylle perfekt . . .“, wünschen sich einige Gäste, als mit Einbruch der Dunkelheit ein frischer Wind über Platz und Weide weht.  Heiße Würstchen, aber auch Weingummi-Kühe, helfen  bestens, den Abend gemütlich zu beschließen.

Noch mehr Bilder: In der Bildergalerie der Ahlener Zeitung

 



 Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung